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Tischtennis
WRW Kleve beendet das Kapitel 2. Bundesliga

Tischtennis: WRW Kleve beendet das Kapitel 2. Bundesliga
Aye Umemura (links) und Yuko Imamura befinden sich mit dem Team von WRW Kleve auf Abschiedstour in der 2. Bundesliga. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Wie durch Spielerin Judith Hanselka prognostiziert, erlebten die Zweitligadamen von WRW Kleve hart umkämpfte Duelle beim Doppelspieltag in Norddeutschland. Trotz Chancen auf einen Punktgewinn kehrten die Kleverinnen am Sonntagabend mit zwei knappen 4:6-Niederlagen vom MTV Tostedt und TSV Schwarzenbek zurück an den Niederrhein. Von Liza-Marie Siegmund

Und damit nicht genug: Wie intern schon länger beschlossen, gab der Verein nun öffentlich bekannt, dass man sich nach acht Jahren wieder aus der 2. Bundesliga zurückziehen wird. Im Damen- wie im Herrenbereich werde es Veränderungen geben, die nun bald bekanntgegeben werden.

"Für uns war das damit der letzte, große Doppelspieltag", kommentierten WRW-Betreuerinnen Moni Kneip und Ildiko Imamura, die das Team in Tostedt und Schwarzenbek begleiteten. "Wir wollten natürlich trotz der Situation gerne mindestens einen Punkt mitnehmen, und es ist schade, dass wir nicht belohnt wurden. Die Spiele waren sehr arbeitsintensiv und anstrengend", befand Kneip. Dabei sollte Hanselka mit ihrer Prognose Recht behalten, dass das Duell in Tostedt schwerer werden würde als das in Schwarzenbek. Wenngleich beide Partien mit 4:6 endeten, waren die Kräfteverhältnisse gegen den MTV deutlicher verteilt. "Die einzelnen Duelle endeten hier offensichtlicher gegen uns beziehungsweise auch knapper für uns, als es in Schwarzenbek der Fall war, wo wir viel näher an einem Punktgewinn waren."

In Tostedt brachen die Doppel den Kleverinnen einmal mehr in dieser Saison das Genick, denn sie endeten wieder einmal mit 0:2. Betreuerin Ildiko Imamura haderte mit dem Losglück. "Leider mussten Umemura und meine Tochter Yuko gegen das stärkere MTV-Doppel aufschlagen. Ich hätte es lieber andersherum gesehen." Denn Imamura/Umemura verloren gegen Laura Matze/Svenja Koch mit 10:12 im Entscheidungssatz, während Hanselka und Ersatzspielerin Ariane Liedmeier sich nach drei Sätzen gegen Caroline Hajok und Anne Sewöster geschlagen geben mussten.

Anschließend konnten nur noch Imamura und Umemura in ihren Einzeln gemeinsam vier Punkte erspielen, indem sie Hajok und Matzke an den Spitzenpositionen niederrangen. Liedmeier und Hanselka gingen unterdessen leer aus. "Ich hatte bereits geahnt, dass wir im hinteren Paarkreuz über Sieg oder Niederlage entscheiden. Einmal mehr muss ich darum Yuko und Aya loben, auf die immer Verlass ist." Beide setzten sich gegen Hajok deutlich durch, hatten erwartungsgemäß gegen Matzke aber zu kämpfen. Gegen die bisher in der Rückrunde ungeschlagene MTV-Spitze behaupteten sie sich nach fünf Durchgängen. Hanselka und Liedmeier hatten jeweils nicht mehr als einen Satzerfolg zu verbuchen. Beiden gelang dieser gegen Koch, während gegen Sewöster nichts zu holen war und sie nach den Doppeln somit weitere vier Gegepunkt zulassen mussten.

In Schwarzenbek starten die Kleverinnen besser in die Partie, denn Hanselka und Liedmeier setzten sich gegen Bianca Dahlke und Steffi Erxleben durch. Erneut hatten Imamura/Umemura das stärkere Duo vor der Brust. Polina Trifonova und Vivien Schulz dominierten die Partie von Anfang bis Ende. An die Hinrunde erinnert fühlte sich Imamura in ihrem Einzel gegen Trifonova. Im Entscheidungssatz unterlag sie der den TSV anführenden Nummer eins. Und weil auch Hanselka und Liedmeier sich mit Niederlagen abfinden mussten, zogen die Gastgeberinnen davon.

Einzig Umemura behielt ihre weiße Weste. Zum 2:4 kam sie, indem sie Vivien Scholz in Schach hielt. In der Einzelaufstellung rotierten die Norddeutschen übrigens, denn statt Dahlke und Erxleben wurden Sejla Fazlic und Lena Mollwitz an Position drei und vier aufgeboten, so dass Liedmeier zunächst gegen Fazlic und Hanselka gegen Mollwitz unterlagen.

Für die Kleverinnen schien die Partie beim 2:4 aber noch nicht verloren, denn Imamura und Umemura sorgten mit einem Doppelschlag für das 4:4, bei welchem Spielstand wie am Vortag Hanselka und Liedmeier in die Boxen gingen. Letztere startete mit einer 2:0-Satzführung gegen Mollwitz, während Hanselka gegen Fazlic mit 0:2 in Rückstand geriet. Doch beide Spiele kippten und gingen in den entscheidenden Durchgang. Hier durfte nur noch Schwarzenbek jubeln, das beide Entscheidungssätze und damit die Gesamtpartie für sich entschied, dabei allerdings um sein Glück wusste: "Das waren wirklich sehr enge Spiele, in denen wir das Glück mehrfach auf unserer Seite hatten", zeigte sich Scholz im Anschluss als glücklichere Siegerin, die die Leistung der Kleverinnen aber anerkannte.

Für Kleve geht es nun am 17. April in die vorerst letzte Zweitligapartie, die beim TTK Anröchte stattfindet.

Quelle: RP
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