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Tischtennis
WRW Kleve lässt Blumen sprechen

Kleve. 2. Tischtennis-Bundesliga Damen: Erwartungsgemäß unterlagen die ersatzgeschwächten Kleverinnen mit 4:6 der DJK Offenburg. In der Pause der Begegnung wurden drei Damen aus den Reihen der TTVg. WRW Kleve verabschiedet. Von Per Feldberg

"Abschied nehmen" hieß es für drei verdienstvolle Damen der TTVg. WRW Kleve anlässlich des letzten Heimspiels des Tischtennis-Zweitligisten am gestrigen Sonntag in der Sporthalle des Johanna-Sebus-Gymnasiums am Mittelweg.

Vor rund 60 Zuschauern bat der Hallensprecher Dieter Stumpe in der Pause des Meisterschaftsspieles gegen die DJK Offenburg zunächst Yuko Imamura nach vorne. Die gestern anstelle der beruflich verhinderten Aya Umemura an Position eins spielende Imamura wird die Schwanenstädterinnen zum Ende der laufenden Spielzeit verlassen.

"Nicht zuletzt dank ihres Erfolges beim Bundesranglistenturnier im vergangenen Herbst sind auch einige Bundesligavereine auf Yuko aufmerksam geworden. Und nach vier Jahren bei uns eine neue sportliche Herausforderung zu suchen, ist mehr als verständlich. Wir bedanken uns herzlichst bei ihr für die zurückliegenden Jahre und wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute", erklärte Stumpe, während die 20-Jährige vom neuen Vorsitzenden des TTVg. WRW, Peter Hendricks, einen großen Strauß Blumen erhielt.

Danach wurde Monika "Moni" Kneip verabschiedet. Nach ihrer sportlich so erfolgreichen Laufbahn, unter anderem Deutsche Mannschaftsmeisterin 1980 im Trikot des WRW, hatte sie nach der aktiven Laufbahn auch im Vorstand des Vereins mitgewirkt. 15 Jahre lang hielt sie dabei in ihrer Funktion als Kassenwart die Finanzen des derzeit rund 180 Mitglieder starken Vereins zusammen. Damit ist nun Schluss. Dem Verein wird sie aber auch weiterhin mit Rat und zur Seite stehen.

Zu guter Letzt nahm der neue Vorsitzende des Vereins, Peter Hendricks, Abschied von seiner Vorgängerin Sabine Bötcher. Seit 2003 hat die aus Xanten stammende ehemalige Bundesligaspielerin die Geschicke des Klever Zweitligisten geführt. Zudem agierte die Inhaberin der Trainer A-Lizenz als Coach der ersten Mannschaft und sorgte neben anderen mit unermüdlichen Gesprächen in der Klever Unternehmerschaft dafür, dass es Jahr für Jahr gelang, den Etat der Zweitliga-, Regional- und Oberligamannschaften des Vereins zu stemmen. Für ihre Verdienste um den Verein wurde die Lehrerin für Mathematik, Sport und Biologie an der Karl-Kisters-Realschule mit der Ehrenmitgliedschaft des Vereins ausgezeichnet.

"Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Nach 45 Jahren Tischtennis habe ich nun einen Schlussstrich gezogen. Allerdings weiss ich, dass es einen guten Nachfolger gibt. Natürlich werde ich die WRW-Damen auch weiterhin unterstützen, jedoch nur noch von den Zuschauerrängen aus. Und zudem werde ich in der nun neu gewonnen Freizeit auch wieder anderen Interessennachgehen, die in den vergangenen Jahren auf der Strecke geblieben sind", so Bötcher nach der Ehrung, die sie nicht ungerührt ließ.

Leider vermochte es die Mannschaft nicht, den Dreien einen Punkt zur Verabschiedung im letzten Heimspiel der Saison zu schenken. Bereits nach den beiden Auftaktdoppeln lagen die Schwanstädterinnen mit 0:2 im Rückstand. Verena Bauer/Maria Beltermann unterlagen ihren Kontrahentinnen mit 0:3-Sätzen. Nicht viel besser erging des dem Doppel Yuko Imamura/Judith Hanselka, das am Ende mit 1:3 das Nachsehen hatte.

Im ersten Einzel gab es den ersten Punkt für die Gastgeberinnen. Nachdem Yuko Imamura den ersten Satz knapp mit 10:12 gegen Teyana Maksimenko abgeben musste, setzte sie sich in den folgenden drei Durchgängen durch. Kampflos kam Judith Hanselka zu ihrem Sieg, da die Offenburger Nummer eins, Luisa Säger, verletzungsbedingt passen musste. Die Kleverinnen gingen sogar durch den kampflosen Erfolg von Imamura und einem starken 3:0-Erfolg durch Maria Beltermann mit 4:3 in Führung. Am Ende jedoch setzten sich die Gäste aus Offenburg mit 6:4 durch.

Quelle: RP
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