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Tischtennis
Zweitligist WRW Kleve ist auf fette Beute aus

Kleve. Tischtennis: Mit der ersten Frauenmannschaft schlägt Weiß-Rot-Weiß Kleve auch in diesem Jahr in der eingleisigen 2. Bundesliga auf. Von Liza-Marie Siegmund

Mal der Jäger, mal der Gejagte. Dass es durchaus einen Tausch zwischen den Rollen gibt, zeigt der Ausblick auf die Zweitligasaison, in die die Tischtennis-Damen von Weiß-Rot-Weiß Kleve in zehn Tagen am 6. September starten werden. "Wir rechnen uns einen Platz im sicheren Mittelfeld aus", sagt Vereinsvorsitzende Sabine Bötcher, nachdem sie die Aufstellungen der Konkurrenz studiert hatte.

Der Klever Zweitligist wird in dieser Spielzeit in der gleichen Besetzung an die Tische gehen wie in der vergangenen Saison. Nicht nur aus diesem Grund scheint das Team näher zusammen zu rücken. Geografisch hat Spitzenspielerin Aya Umemura zuletzt Berufs- und Privatleben zusammengeführt. Sie ist inzwischen beruflich nicht mehr in Österreich, sondern in Moers tätig und darum auch mit Blick auf das Vereinsleben "näher am Geschehen", wie Vorsitzende Bötcher es ausdrückt.

Mit Yuko Imamura und Judith Hanselka leben zudem aktuell zwei Spielerinnen in Köln. In der Domstadt trainieren sie regelmäßig zusammen. Jelena Muetstege, die Vierte im Bunde, wohnt im niederländischen Grenzgebiet und hat auf Grund ihres Wohnorts die Nähe zum Klever Verein. "Wir schaffen es eher selten, gemeinsam zu trainieren. Die Möglichkeit ist aber gegeben, und die Spielerinnen sprechen sich diesbezüglich untereinander ab. Sie agieren als Team, und wir freuen uns, mit diesem das zweite Jahr in der eingleisigen 2. Bundesliga in Angriff nehmen zu können."

Anders als in der Schwanenstadt hat das Wechselkarussell bei der bundesweiten Konkurrenz wieder einige Runden zurückgelegt. So hat sich der TuS Uentrop mit Pengpeng Guo und Elena Shapovalova gleich doppelt namhaft verstärkt. Ob der NRW-Verein zu den Meisterschaftskandidaten zählt? "Das Team wird nicht immer in Bestbesetzung antreten und rotieren. Darum glaube ich, dass die Meisterschaft für Uentrop kein Thema sein wird. Würden sie allerdings komplett spielen, wären sie ein Kandidat. Aber das ist sicher nicht Ziel des Vereins", mutmaßt Bötcher. Vielmehr wolle Uentrop , so vermutet Bötcher, das Abstiegsthema frühestmöglich beseitigen und sich dahingehend absichern. Die Uentroper Damen hatten in der abgelaufenen Spielzeit lange im Tabellenkeller gestanden.

Einmal mehr sei aber der TTK Anröchte ein Mitfavorit auf den Platz an der Tabellenspitze. Der Tischtennisklub wird von der polnischen Nationalspielerin Marta Golota angeführt. Fern ab von den Aufstiegsplätzen in die 1. Bundesliga tippt Bötcher die Aufsteiger. So sieht sie "den TSV Schwarzenbeck genauso wie den TSV Langstadt" hinter den Schwanenstädterinnen. "Beide haben junge Spielerinnen in ihren Reihen, die zum Teil noch den Jugendklassen angehören oder ihr gerade entwachsen sind. Von daher könnte ihnen die Erfahrung und Stabilität in Leistung und Psyche noch fehlen, um sich in der starken 2. Liga zu behaupten."

Doch noch einmal zurück zu den Spielerinnen des Weiß-Rot-Weiß Kleve. Neben den vier Klever Akteurinnen, die klar als Stammspielerinnen gelten, könnten Annie Yang oder Spielerinnen des Regionalligakaders zum Einsatz kommen. "Mit Verletzungen muss immer gerechnet werden, und für einen solchen Fall sind wir gewappnet." Jie Schöpp und Ilka Böhning stünden zwar noch auf dem Meldeformular, ihr Einsatz sei aber nach ihrem verkündetem Karriereende nicht geplant. "Wir präsentieren in diesem Jahr eine Mannschaft, die die Nähe zum Verein hat und sich mit ihm identifiziert. Das ist uns wichtig und wird vom Publikum geschätzt."

Ob als Jäger oder Gejagte: Es bleibt zu hoffen, dass den Weiß-Rot-Weißen ihre Beute am Klever Mittelweg häufig ins Netz geht.

Quelle: RP
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