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Kleve
St. Mariä Himmelfahrt gibt weitere Immobilien auf

Kleve: St. Mariä Himmelfahrt gibt weitere Immobilien auf
Das Jugendzentrum "Kalle" (Foto) wird ebenso aufgegeben wie das Canisius-Center an der Brabanter Straße. Sie werden eine gemeinsame Zukunft im Pfarrheim "Ons Lind" haben. FOTO: eve
Kleve. Die katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Kleve stellt sich für die Zukunft neu auf. Propst Johannes Mecking erklärt, dass Ziel sei "eine auf Dauer für die Pfarrei finanzierbare Immobiliensituation".

Derzeit verfügt die Gemeinde über 4200 Quadratmeter sogenannte "ausgebaute Bruttogrundstücksfläche" - also Flächen, auf denen Gebäude stehen, die von der Gemeinde genutzt werden. Darin nicht eingerechnet sind die Kirchen. Das sei mehr, als die Pfarrei auf Dauer tragen könne, betont Mecking, Grundstücke sollen verkauft werden. Nur 1400 Quadratmeter stehen der Gemeinde nach dem Schlüssel des Bistums zu. In seiner jüngsten Sitzung habe der Kirchenvorstand beschlossen, die beiden Jugendzentren "Kalle" an der Nassauer Mauer und das Canisius-Center, besser bekannt als "CC" an der Brabanter Straße, zusammenzuführen.

Sie werden eine gemeinsame Zukunft im Pfarrheim "Ons Lind" haben. Dort sind derzeit noch, nach dem Brand im Februar, einige Gruppen des Christus-König-Kindergartens untergebracht. Bald können sie jedoch wieder in ihr eigenes Gebäude an der Merowinger Straße umziehen.

Ellen Rütter, Mitglied des Pfarreirats, betont ebenso wie Mecking: "Die Räumlichkeiten im Pfarrheim können auch weiterhin von anderen Gruppen genutzt werden. Es sind sicherlich Absprachen nötig. Es bleibt unser Pfarrheim, dem künftig auch das Jugendhaus angeschlossen wird." Elisabethkonferenz, Frauengemeinschaft und Kirchenchor Christus König etwa können "Ons Lind" auch weiterhin nutzen.

Es werde, sagt Mecking, für viele Leute sicherlich eine Umstellung werden, die Belegungspläne jedoch würden zeigen, dass die Nutzung der bisherigen Räume sehr reduziert sei. Nicht mehr ohne weiteres möglich sei es künftig wohl, anderen Gruppen, die nicht der Kirchengemeinde angehören, Räume zur Verfügung zu stellen. "Unsere erste Verpflichtung gehört den gemeindeeigenen Gruppen", sagt er. "Aber wo es möglich ist, sind wir gerne bereit, anderen Gruppen Räume anzubieten."

Eine weitere Neuerung betrifft die Büchereien im Pfarrheim und im Pfarrzentrum Stiftskirche. Eigentlich war die Auflösung beider vorgesehen, für die Bücherei Christus König gibt es aber eine neue Perspektive. Sie wird eine neue Heimat in den Räumen der Schule "An den Linden" bekommen. "Auf Dauer kann sich die Pfarrei keine zwei Büchereien leisten. Es sind insbesondere Schulen und Kindergärten, die die Möglichkeit zur Ausleihe nutzen."

Bei allen nun anstehenden Veränderungen gehe es darum, "rechtzeitig zu handeln, damit wir agieren können und nicht reagieren müssen. Realistisch ist: Wir haben den Bedarf nicht mehr, wir brauchen keine großen Säle mehr. Der deutliche Rückgang bei der Nutzung der Räume ist eine Folge der demografischen Entwicklung und wird sich voraussichtlich nicht bald ändern."

(pbm/cb)
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