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Kleve
Stadt Kleve stellt Bürgern den neuen Flächennutzungsplan vor

Kleve. Informationsveranstaltung am morgigen Donnerstag, 19 Uhr, in der Stadthallee. Ab dem 29. Juni sind Unterlagen im Interimsrathaus und im Internet. Von Matthias Grass

Der neue Flächennutzungsplan (FNP) für die Stadt Kleve wird offengelegt. Es ist der Plan, der die Weichen für die in Zukunft erwünschten Flächennutzungen stellt, ohne die Details zu regeln, die erst später mit den Bebauungsplänen festgelegt werden. Die Stadt lädt alle Bürger morgen ab 19 Uhr in die Stadthalle Kleve ein. "Das Büro Post Welters wird den neuen Entwurf vorstellen und gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung für Fragen der Bürger zur Verfügung stehen", sagt Jörg Boltersdorf, Sprecher der Stadt Kleve. Ab dem 29. Juni stehen zudem die Unterlagen im Interimsrathaus, Landwehr 4-6, in Kleve und unter www.kleve.de zur Einsicht bereit. Bislang standen vier Eckpunkte des Plans im Mittelpunkt der Diskussion, erklärte Rauer dem Rat der Stadt, der die Offenlegung einstimmig beschloss:

Materborn Hier weise der Plan im Karree Querallee, Materborner Allee, Hüfgen Gewerbe, Sportflächen, Mischflächen und Wohnbaubereiche vorgesehen.

Querspange Die Trasse für eine mögliche Verbindung zwischen Keekener Straße und Tiergartenstraße. Diese hat damit kein Baurecht, soll aber als Option erhalten bleiben.

Sichtachsen Die Stadt möchte auch bei der Entwicklung des FNP Wert auf die alten Bezüge aus der Barockzeit legen. Deshalb wird es eine "Beikarte" zum Plan geben, in der die Sichtachsen eingezeichnet sind, die berücksichtigt werden müssen, aber keine Festsetzung bedeuten, so der Technische Beigeordnete.

Windenergieanlagen Weil die Stadt kaum Flächen für Windkraftanlagen habe, will man im FNP nicht ausschließen, als Option auch Windräder im nahen Reichswald errichten zu können. Zwei der vier Punkte wurden im Rat kontrovers diskutiert: Zwar sei man grundsätzlich für den Plan, sagte FDP-Fraktionschef Daniel Rütter, doch Windkraft im Wald sei mit den Freidemokraten nicht zu machen.

In der SPD sträubte sich die Politik gegen die Querspange. Hedwig Meyer-Wilmes (Bündnis 90/Grüne), betonte, man schaue lieber auf Windkraftwerke als auf Atommeiler oder Kohlekraftwerke in der Nähe. Die CDU stimme dem Ganzen zu, so erklärte CDU-Fraktionschef Gebing. Für die Offenen Klever sei Windkraft im Wald nicht vereinbar, sagte Anne Fuchs.

Quelle: RP
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