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Kleve
Böllerschützen St. Barbara Keppeln waren der "Knaller" im niederländischen Ravenstein

Kleve. In seinem Garten, bei der Anlage einer Entwässerungsgrube, entdeckte Martin Jan van Mourik die Mauerreste einer Befestigungsanlage aus dem Jahre 1509. Sie zeugen von der Wehrhaftigkeit des Ortes, der zur damaligen Zeit sehr eng mit dem Herzogtum Kleve verbunden war. Das war im Jahre 1988 und seitdem ließ dieser Fund den mittlerweile emeritierten Hochschulprofessor und Juristen in Ravenstein nicht ruhen. Seine Liebe zu der gefundenen, seltenen Anlage, die durch Philipp von Kleve, einem Enkel von Graf Adolf von Kleve, Herrscher über die Grafschaft Ravenstein, im Jahre 1509 erbaut wurde, ging sogar so weit, dass der Professor seinen wunderschönen parkähnlichen Garten dafür aufgab und das Relikt längst vergangener Zeit ausgraben ließ.

Das teilweise freigelegte und restaurierte "Philip van Kleef-Bolwerk" wurde jetzt feierlich mit 250 geladenen Gästen eröffnet. Und mit dabei waren die Böllerschützen St. Barbara aus Uedem-Keppeln, eine Untergruppe der St. Sebastianus Bruderschaft Keppeln. Mit Hand-, Schaft- und Standböller, Böllerkanonen und FK-Salutböller im Gepäck, machten sich 15 Mann, die eine Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz haben, von Keppeln auf in das Nachbarland. Den krönenden Abschluss des vor Ort folgenden nächtlichen Böllerspektakels gab es über der großen Schießscharte.

Dort wurde ein Feuerwerk aus Buchstaben abgebrannt, die den Namen "Ravenstein" in einem Flammenmeer bildeten. Dies war auch der Höhepunkt für Martin Jan van Mourik, dem die Nachwelt nun ein weiteres erhaltenes Relikt aus längst vergangener Zeit zu verdanken hat. Seine begeisterten "Bravo"-Rufe waren laut und deutlich zu hören. Bei einem letzten Trunk verabschiedete man sich von van Mourik, der sich seinerseits bedankte für die tolle Darbietung der Böllerschützen St. Barbara aus Keppeln.

Und diese konnten sicher sein, eine Menge neue Freunde unter den niederländischen Nachbarn gefunden zu haben.

Quelle: RP
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