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Grieth/Rindern
Heimatverein Arenacum besucht das Hansestädtchen

Kleve. Bei gutem Wetter führte die Radtour von Arenacum - Verein für Kultur und Geschichte in Rindern - in das Hansestädtchen Grieth. Dort wartete bereits eine gedeckte Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen auf die Radler. Nach der Stärkung gab es eine kurze Fahrt mit der "Inseltreue B" zum Aalschokker von Rudi Hell. Dieser nahm die Teilnehmer mit an Bord der "Anita II" und berichtete über seine Tätigkeit als Rheinfischer.

Dem fast 80-Jährigen liegt die Rheinfischerei im Blut. Mehr als 300 Jahre lebte die Familie Hell von und mit dem Rhein. Erst nach dem letzten Krieg musste die Fischerei aufgegeben werden, weil der Rhein durch Industrieabwässer stark belastet war. Die Wasserqualität habe sich bis heute aber soweit verbessert, so dass Maifische und Lachse wieder anzutreffen seien, wusste Hell zu berichten. Probleme bereiteten aber zunehmend Plastikabfälle. Mit seinem, dem letzten in Nordrhein-Westfalen verbliebenen Aalschokker, geht Rudi Hell auf Fischfang für die Wissenschaft. Elf Universitäten zählen mittlerweile zu seinen Abnehmern. Zum Schluss gab es noch einen Einblick in das Leben an Bord. Eine kleine Küche und ein großzügiges Wohnschlafzimmer gab es unter Deck zu besichtigen, wo sich auch schon Studenten mehrere Monate aufhielten.

Nach Rückkehr an Land gab es noch einen Abstecher in das Griether Heimatmuseum, wo Ausrüstungen und Werkzeuge von Korbflechtern, Fischern und Rheinschiffern sowie Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens zu sehen waren. Sie vermittelten einen Eindruck des früheren Lebens in Grieth.

Quelle: RP
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