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Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering Im Klevischen Verein
Lousberggesellschaft begeistert von Parkanlagen

Kleve. Der Tagesausflug der angesehenen Aachener Lousberggesellschaft führte die interessierten Besucher in diesem Jahr zu den historischen Klever Gartenanlagen. Erstes Ziel war das Amphitheater mit Pallas Athene und Moritzkanal mit Forstgarten und Blumenhof. Die Gruppe, geführt von Gerlinde Lensing, war begeistert von der einzigartigen Parkgestaltung, der vielseitigen Flora, den Farben und Formen der gepflegten weitläufigen Parkanlagen. Überrascht zeigte man sich über die besonders reichhaltige Geschichte der Stadt. Hier war vor allen Dingen die überragende Leistung des brandenburgisch-preußischen Statthalters Johann Moritz zu nennen, der mit seinen niederländischen Gartenarchitekten diese frühe Spitzenleistung europäischer Gartenkunst in Kleve geschaffen hat.

Nach einer kleinen Stärkung auf der Dachterrasse vom Museum Kurhaus besuchte eine Gruppe die aktuelle Beuys-Ausstellung - die zweite Gruppe war fasziniert von der Kunst im Haus Koekkoek und der Ausstrahlung des Hauses selbst mit Gartenanlagen.

Der Alte Park mit Sternbusch und Galleien wurde von der Nassauer Allee auf die Kermisdahlhöhe erkundet. Kleine Ausblicke von der Endmoränenhöhe in die Niederung machten immer wieder neugierig: Was sehen wir in der Niederung dieses natürlichen Amphitheaters? Wie zeigen sich die historischen Alleen-Strukturen heute? Die Sichtachse von "Kiek in de Pot" auf die Schwanenburg war das Ausblickerlebnis! Vorschlag aus der Aachener Gruppe: Man sollte die B9 auf den Promenadenweg über dem Kermisdahl verlegen, damit man mehr von der schönen Stadtkulisse sieht. Natürlich war der Vorschlag nicht ganz ernst gemeint. Entlang des Prinz-Moritz-Weges am Kermisdahl, über das Brückchen am Flak zur Conche vor dem Freudenberg gab es auch viele Fragen zum Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering zu beantworten, der sich seit 2003 ehrenamtlich im Zusammenwirken mit zuständigen Behörden und Institutionen für die Wiederherstellung des Alten Tiergartens mit Erfolg einsetzt.

Mit der schönen Aussicht vom Meyerhof am Papenberg nach einer guten Tasse Kaffee verabschiedete Gerlinde Lensing/Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein die von Kleve und seinen Parkanlagen so begeisterte Lousberggesellschaft aus Aachen, geführt von Frau Sibille Spiegel, ihrer Vorsitzenden.

Der aus Kleve stammende Staatsrat Johann August Sack (1764-1831), der berühmte Vermesser der nach ihm benannten Tranchot-Karten und nicht zuletzt der große Landschaftsarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe haben ihre Spuren in Kleve und Aachen hinterlassen. "Ihr Wirken verbindet noch immer, macht neugierig und stolz," hofft Sibille Spiegel, Vorsitzende der Lousberggesellschaft Aachen.

Quelle: RP
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