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Kleve
Städtisches Gymnasium Goch zu Besuch bei Ministerin Barbara Hendricks

Kleve. Darauf hatten sie sich gut vorbereitet: gleich zu Beginn ihrer Stufenfahrt nach Berlin hatten die Schüler des Städtischen Gymnasiums Goch einen Termin mit Ministerin Dr. Barbara Hendricks, die sie in den Deutschen Bundestag eingeladen hatte. Die Besucher, ein LK Biologie und ein LK Deutsch, fragten alles, was Deutschland und den Kreis Kleve derzeit umtreibt: Ist die Ministerin mit den Ergebnissen der UN-Konferenz zur nachhaltigen Entwicklung zufrieden? Antwort: Ja, darauf wurde drei Jahre lang hingearbeitet und es gibt Hausaufgaben für jede Ländergruppe. Welche Folgen wird die manipulierte Abgasmessung von VW-Dieselmotoren haben, für VW und für Deutschland? Antwort: Die Manipulationen sind das eine, Dieselmotoren als prinzipiell effizientere Technik das andere. VW kann die Delle meistern und das angekratzte "Made in Germany" wird auch wieder glänzen.

Frage: Wie vertragen sich Windanlagen mit Abholzungen wie im Reichswald? Antwort: Das ist ein Zielkonflikt, der im Einzelfall geprüft werden muss. Nötig ist eine Abwägung von Wertigkeiten wie Landschaftsbild, Fauna und Flora, Akzeptanz in der Bevölkerung mit dem ökologischen Zugewinn der speziellen Windanlage. "In meinem Haus wird derzeit eine Entscheidungshilfe für derartige Vorhaben erarbeitet" teilte Hendricks mit.

Schließlich ging es ans Eingemachte: wie viel verdienen Sie und würden Sie persönlich eine Flüchtlingsfamilie in Ihrem Haus aufnehmen? Mit beiden Fragen hatte Hendricks kein Problem, denn sowohl Ministergehälter als auch Abgeordnetendiäten, die teilweise verrechnet werden, sind öffentlich. Und würde sie nun Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen? Wenn es keine Alternative gäbe - ja, dann fühlte sie sich als Katholikin verpflichtet.

Quelle: RP
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