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Kleve
Zehntklässler der Kisters Realschule besuchen Auschwitz

Kleve. "Was wir auf dieser Fahrt gelernt haben, kann man im Geschichtsunterricht gar nicht so vermittelt bekommen", sagt Marie-Claire, die mit einer Schülergruppe der Karl Kisters Realschule eine Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau unternommen hat. Mit vielen Eindrücken und Gedanken sind die Schüler aus Polen zurückgekommen. Das Programm der Reise umfasste die Besichtigung der Kleinstadt Oœwiêcim mit der Synagoge und dem jüdischen Friedhof sowie den Besuch des Stammlagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Während der Führungen durch die Lager waren die Schüler spürbar beeindruckt. Seit fünf Jahren fahren Schüler der Abschlussklassen der Realschule nach Polen, um sich dort mit der deutschen Geschichte auseinander zu setzen. Auschwitz ist zum Symbol für die Vernichtung der Juden im Zweiten Weltkrieg geworden. Über eine Million Menschen sind dort ermordet worden. Die Zehntklässler haben sich um die Teilnahme an der Fahrt beworben. 20 Schülerinnen und Schüler konnten mitfahren.

"Ausschlaggebend ist die Motivation der Schüler", berichtet Geschichtslehrerin Isabelle Schröer, welche die Fahrt gemeinsam mit Schulleiter Hubert Wanders und ihrer Geschichtskollegin Kristina Hegemann begleitet hat. "Unsere Zeitzeugin, Lidia Maksymovicz, erzählte den Jugendlichen von ihrer Kindheit im Lager Auschwitz-Birkenau und ihren schrecklichen Erfahrungen dort. Sie hat ihnen gesagt: "Wenn ich nicht mehr erzählen kann, seid ihr meine Zweitzeugen!" Diese Aufgabe nehmen die Zehntklässler an: Seit ihrer Rückkehr führen sie die jüngeren Schüler durch die Ausstellung, die sie über ihre Fahrt erarbeitet haben, und berichten von ihren Eindrücken.

Jede Schülerin und jeder Schüler hat ein Foto ausgewählt, welches für sie oder ihn in besonderer Weise für die Studienfahrt steht. . Ermöglicht wurde die Fahrt durch die Fördermittel des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie viele Sponsoren. Die Clivia-Gruppe unterstützte die Karl Kisters Realschüler zum zweiten Mal. Des Weiteren haben die Axel-Springer-Stiftung und die Stadtwerke Kleve es den Schülern ermöglicht, diese Reise zu unternehmen.

Quelle: RP
 
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