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Kleve
Stadthalle kommt zur Ruhe

Kleve. Das Anwohnerehepaar, das sich über die Lärmbelästigung durch Veranstaltungen in Kleves Kulturhaus beschwerte, ist dem Haus gegenüber wohlwollender gestimmt. Auf eine Klage wird derzeit verzichtet. Von Peter Janssen

Im vergangenen Jahr schien es beinahe so, als hätte die Klever Stadthalle nur noch eine geringe Lebenserwartung. Ein Ehepaar, das in unmittelbarer Nähe des Kulturhauses wohnt, hatte sich über die Lärmbelästigung beschwert und auch zunächst juristische Schritte angekündigt. Nach Veranstaltungen würde bis spät in die Nacht hinein noch abgebaut, beim Beladen der Lastkraftwagen wird herumgepoltert, das Ehepaar konnte nicht schlafen.

Gute Hausmeister

Doch scheinen die Zeiten, in denen die zwei Anwohner um ihre Nachtruhe gebracht wurden, vorbei. Wie die Rheinische Post gestern erfuhr, hat sich die Situation in und rund um die Stadthalle offenbar merklich verbessert. Zumindest was die Lärmbelästigung betrifft. Aktuell ist das Ehepaar nämlich weit davon entfernt, vor ein Gericht zu ziehen.

"Es ist besser geworden. Für uns kommt derzeit eine Klage nicht in Betracht. Vor allem die Hausmeister achten sehr darauf, dass es bei den Verladearbeiten ruhiger zugeht", sagt der Anwohner. Ebenfalls hofft das Ehepaar darauf, dass sich die Umbaumaßnahmen positiv auf die Lärmimmission auswirken. So erhält die Halle eine Wärmedämmung und wird zusätzlich auch Geräusch-isoliert.

Auch der Bühnenausgang, der das Ehepaar nach ihren Angaben reichlich Nerven und Schlaf kostete, soll mit einer Einhausung versehen werden, die für zusätzliche Ruhe beim Ein- und Auspacken sorgt.

 Zuletzt hatten sich die beiden Anwohner noch mit der Bezirksregierung in Verbindung gesetzt und dort ihr Anliegen vorgebracht. "Da wurde uns ganz klar bestätigt, dass auch die Stadt Kleve sich an die Gesetze halten muss. Dennoch, wir warten jetzt erst ab, wie es sich entwickelt. Die Arbeiten an der Halle müssen abgeschlossen sein. Erst dann setzen wir uns mit unserem Anwalt zusammen, um über eventuelle Schritte nachzudenken. Nur derzeit macht es keinen Sinn, weil es besser geworden ist, und wir uns von den noch ausstehenden Sanierungsarbeiten einiges erhoffen", erklärt der Anwohner.

Sollte die Lärmimmission bei den Veranstaltungen oder beim abschließenden Abbau jedoch ähnlich sein wie zuvor, sieht er nur zwei Lösungen: "Entweder wir klagen, oder wir ziehen um."

Internet vorherige Berichterstattung zum Thema Klever Stadthalle unter www.rp-online.de/kleve

Quelle: RP
 
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