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Kleve
Stärkung des Selbstwertgefühls

Kleve. Landfrauen spenden für Power für FrauenFachberatungsstelle des SkF Kleve

In den Räumen der FrauenFachberatungsstelle (FFbs) des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) im Kreis Kleve praktiziert eine Gruppe von Klientinnen und Mitarbeiterinnen seit einem halben Jahr mit Qigong eine Form der Gesundheitsprävention, die in China schon seit tausenden von Jahren Kulturgut ist. Eine Spende des Rheinischen Landfrauenverbandes ermöglicht die Fortsetzung des Qigong-Kurses.

Die nur für Frauen zugängliche und nur mit weiblichem Personal besetzte Beratungsstelle des SkF unterstützt seit 2006 Frauen, die sich in einer Wohnungsnotfallsituation oder in einer anderen prekären Lebenslage befinden. Viele der weiblichen Hilfesuchenden haben in der Vergangenheit oder zeitnah gewaltgeprägte Erfahrungen sammeln müssen. Entsprechend leiden sie unter massiven Traumata und haben weitere psychische Probleme. Oftmals kommt der Verlust funktionierender sozialer Netzwerke hinzu.

Die FFbs möchte mit ihrer Arbeit individuelle und flexible Hilfen ermöglichen, so dass die Frauen auf der Basis einer gesicherten Existenzgrundlage eigene Fähigkeiten und Ressourcen entdecken und wieder nutzen können. Neben einer individuellen Beratung wird mit Hilfe frauenspezifischer offener sozialer Gruppenangebote wie z.B. Frauenfrühstück, Kochkursen, Handarbeiten und Tagesausflügen versucht, der sozialen Isolation der Frauen entgegenzuwirken. Auf Anregung von Mitarbeiterinnen kam 2015 in den Räumen der FrauenFachberatungsstelle ein Qigong-Präventionskurs zustande. Die regelmäßigen Übungen des Qigong dienen dem Erhalt der Gesundheit. Sie richten sich an Gesunde und solche, die zukünftig gesünder leben wollen, unabhängig von Alter, Konstitution und Kondition. Seit einem halben Jahr leistet die Physiotherapeutin und Qigong-Lehrerin Laurence Seckin dazu einen großen Beitrag. "Es ist deutlich spürbar, wie bei den Frauen im SkF durch die gemeinsame, praktische Übung des Qigong ein neues Gefühl für den eigenen Körper entsteht. Damit einher geht eine gesteigerte Ausgeglichenheit und eine Stärkung des Selbstwertgefühls," sagt Seckin und die Kursteilnehmerin Brigitte B. berichtet: "Seitdem ich Qigong mache, bin ich an roten Ampeln nicht mehr so ungeduldig."

An den Kosten der anerkannten Präventionskurse haben sich die gesetzlichen Krankenkassen mit bis zu 80 Prozent der Kursgebühren beteiligt. Jetzt aber stellte sich für den SkF die Frage, wie man den Klientinnen die wichtige Fortsetzung der wohltuenden Übungen finanzieren könnte. Da kam vergangene Woche eine großzügige Spende des Rheinischen Landfrauenverbandes in Höhe von 1000 Euro wie gerufen.

Hildegard Geurtz aus Goch, Bezirksvorsitzende der Landfrauen, freut sich, dass durch den Erlös des Ostermarktes die frauenspezifische Arbeit des SkF Kleve unterstützt wird.

Quelle: RP
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