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Kreis Kleve
Stefan Schlaghecken zweitbester Melker

Kreis Kleve. 22-Jähriger übt in Vaters Milchviehbetrieb in Bedburg-Hau. Eva Nünninghoff aus Straelen auf Platz 7.

Beim NRW-Landeswettbewerb war es Platz drei geworden. Nun, beim Bundesmelkwettbewerb im bayerischen Achselschwang, kam der angehende Landwirt Stefan Schlaghecken aus Bedburg-Hau auf Platz zwei hinter Stephan Kreuzer aus Bayern in der Kategorie "Karussell". Was umso anerkennenswerter ist, weil der 22-Jährige im Alltag an einen üblichen Melkstand gewöhnt ist, nicht an ein Karussell. "Aber das geht den beiden anderen NRW-Vertretern genauso. Einer musste sich opfern, da hab' ich es halt gemacht." Drei Vertreter jedes Bundeslandes waren im Rennen, zwei von ihnen durften im Melkstand zeigen, was sie drauf haben, einer im Melkkarussell. Für Stefan Schlaghecken war das offensichtlich keine schlechte Wahl.

"Ich bin noch etwas müde, denn gestern Abend wurde es spät", berichtete der junge Mann, den die RP telefonisch auf der Rückfahrt erwischte - im Stau. Die Preisvergabe war erst gegen 22 Uhr, und natürlich wurde noch ein wenig gefeiert.

Zufrieden sein konnte auch Eva Nünninghoff aus Straelen, die mit Platz sieben im Melkstand nach Hause fuhr. Die junge Frau hatte den Landesentscheid in Haus Düssel im Kreis Soest sogar gewonnen. Diesmal hatte sie etwas Pech. "In dem Fischgrät-Melkstand, in dem wir geprüft wurden, gab es einen Melkarm, den ich nicht kannte. Der soll das Melkzeug an der Kuh positionieren, aber mich hat er gestört." Mit Platz sieben sei sie "mittelmäßig" zufrieden. Ganz bestimmt wird ihr Chef Rainer Hagmans in Geldern ihr aber ebenso gratulieren wie Lehrer und Mitschüler in Haus Riswick. Dass Johannes Schlaghecken in Huisberden stolz auf seinen Sohn ist, steht außer Frage. An 60 Milchkühen "übt" Stefan seit Jahren. Und natürlich - in Theorie und Praxis - in der Fachschule Haus Riswick, die auch die Kollegin besucht. Von Arbeit und Unterricht abgesehen könne man für die Wettbewerbe kaum lernen, versichern beide. Entsprechend sei die Platzierung auch ein wenig Glückssache. Der Bundesmelkwettbewerb wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ausgerichtet und fand diesmal im Zentrum für Milchvieh- und Rinderhaltung Achselschwang am Ammersee statt. Es ging um moderne Melktechnik, Melken, um Milchhygiene und Eutergesundheit. Zudem wurden die Fachkenntnisse zur Milchproduktion abgefragt. eit 1951 will die Branche wissen, wer Deutschlands bester Melker ist. Der berufliche Nachwuchs aus dem Kreis Kleve gehört dazu.

(nik)
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