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Kreis Kleve
Stein gibt Einblick in Karl Leisners Leben

Kreis Kleve. Schautafeln und Literatur informieren über den Märtyrer, der selbst ein Stein-Schüler war. Von Werner Stalder

"Am 23. Juni 1996 wurde Karl Leisner, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, seliggesprochen. Diese Ausstellung gibt einen Einblick in sein Leben", so steht es auf einer Tafel in einem Klassenraum des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Kleve. Direktor Timo Bleisteiner konnte zur Eröffnung der Ausstellung den Präsidenten des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK), Propst Johannes Mecking, den IKLK-Geschäftsführer Diakon Stephan Rintelen und den ehemaligen Pressesprecher begrüßen. Die Vorsitzende der Fachschaft Religion, Anja Engelhardt, der stellvertretende Schulleiter Georg Lettmann, einige Religionslehrer und Schüler der U1 (11. Klasse) waren ebenfalls Zeugen der Ausstellungseröffnung.

Die Lehrerin Martina Rattmann wird am 5. Juli mit ihrem Religionskurs der Jahrgangsstufe 8 die Ausstellung besuchen und dabei die stellvertretende IKLK-Vorsitzende, Monika Kaiser-Haas, begrüßen. Zur Einstimmung der Ausstellungseröffnung spielte Luca Klever (Cello) "With or without you".

Präsident Mecking bezeichnete die Ausstellung als "ein gutes Zeichen in unserer Zeit." Karl Leisner habe sich gegen alle Widerstände zu seinem Glauben bekannt. Schon früh habe er sich für ein geeintes Europa eingesetzt. Leisner sei wie ein Leuchtturm, stellvertretend für andere Glaubenszeugen vom Niederrhein. Auch heute sei ein wacher und offener Blick, vor allem in der Flüchtlingsfrage, gefordert.

Einen Rückblick auf das Verfahren der Seligsprechung, das vor 20 Jahren im Berliner Olympiastadion durch Papst Johannes Paul II. die Erfüllung fand, gab Diakon Stephan Rintelen. Er hatte für eine umfangreiche Literatur über den niederrheinischen Märtyrer, der in Rees geboren wurde und in Kleve aufwuchs, gesorgt.

Ausführlich ging der IKLK-Geschäftsführer auf das Leben Karl Leisners von 1915 bis 1935 ein. Darüber berichten auch die Stelltafeln im Klassenraum des Klever Gymnasiums. Dargestellt werden seine Kindheit und Jugend in Kleve, sein treuer Wegbegleiter in seiner Jugend, Dr. Walter Vinnenberg, seine Studienzeit und die Zeit während des Arbeitsdienstes, seine Verhaftung, seine Freundschaft mit Pater Otto Pies, die denkwürdige Priesterweihe im KZ Dachau und die Seligsprechung. Ergänzt werden die Schautafeln durch Fragen von Jugendlichen, das Erinnerungsmal an der Klever Stiftskirche und seine Entstehung, die Einweihung der eindrucksvollen Skulptur und die Vorstellung des Begleitbuches.

Quelle: RP
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