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Kreis Kleve
"Sternstunde ihres Lebens": Film im Goli-Theater in Goch

Kreis Kleve. Seit nunmehr 20 Jahren engagiert sich der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Aus den einstigen Anfängen ist eine feste Institution geworden, die gemeinsam viel bewegt hat. Für den Arbeitskreis ein Grund zu feiern und auf den langen Weg der Gleichberechtigung zurückzuschauen. Im Jahre 1948 sorgten vier mutige Frauen mit großem Einsatz dafür, den Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" in das Grundgesetz zu verankern und legten damit den Grundstein für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten bis zum heutigen Tag. "Daran möchten wir anlässlich unseres Jubiläums erinnern und laden alle interessierten Frauen und Männer daher herzlich zur kostenlosen Filmvorführung 'Sternstunde ihres Lebens' mit Iris Berben am Mittwoch, 4.11., in das Goli Theater an der Brückenstraße in Goch ein", so Silke Lamers, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Kleve. Da die Besucherplätze im Goli Theater begrenzt sind, wird empfohlen, vorab eine Freikarte reservieren zu lassen. Reservierungen werden entgegengenommen von der KulTOURbühne Goch, Tel. 02823/320-252 oder der Gleichstellungsbeauftragten Monika van Heek, Telefon 02823 320-199.

Der Film "Sternstunde ihres Lebens" zeigt den unermüdlichen Kampf der Abgeordneten und Juristin Elisabeth Selbert für die Aufnahme des Satzes "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" in das Grundgesetz der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland. Selbert erlebt einen grandiosen Triumph, als ihr Antrag im neuen Grundgesetz unter Artikel 3, Absatz 2 aufgenommen wird. Sie legt damit den Grundstein für eine nunmehr 66-jährige politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Gleichberechtigung.

Gleichberechtigt zu sein ist heute für Frauen in den meisten Bereichen eine Selbstverständlichkeit. "Dass vor weniger als 40 Jahren ein Ehemann das Recht hatte, die Berufstätigkeit seiner Ehefrau ohne deren Wissen und Einverständnis zu kündigen, wenn sie seiner Meinung nach ihren familiären Pflichten nicht nachkam oder dass eine Vergewaltigung in einer Ehe bis 1997 straffrei blieb, ist heute längst vergessen", merkt Monika van Heek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goch, an. Heute beschäftigen sich Gleichstellungsbeauftragte mit anderen Themen. Die Veränderung vollzog sich dabei auch von der reinen Frauenförderung hin zu mehr Chancengleichheit .

Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist eine Querschnittsaufgabe, die sich sowohl nach innen an die Beschäftigten der Verwaltung als auch nach außen an die Bürger und Bürgerinnen richtet.

Quelle: RP
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