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Kleve
Stille Nacht, akrobatische Nacht

Kleve: Stille Nacht, akrobatische Nacht
Seiltanz vor ausverkauftem Haus: Der Weihnachtscircus fand zur Premiere in Kleve großen Anklang. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Der Weihnachtscircus ist bis zum 7. Januar in der Stadt. Neben Lamas und einer Hundeshow sind auch Feuertänzer, Akrobaten und ein Clown zu sehen. Zum Schluss schneit es bei der ausverkauften Premiere sogar aus der Zeltkuppel. Von Werner Stalder

Alle 500 Sitzplätze im festlich geschmückten Zelt auf dem Fujifilm-Gelände am Hagebaumarkt waren mit erwartungsvollen Besuchern des zweiten Weihnachtscircus in Kleve belegt. Die Premiere war restlos ausverkauft.

Schon draußen, rund um das Circuszelt, wurden die Besucher mit bunten Lichterketten begrüßt. Alles war weihnachtlich geschmückt, vom Vorzelt bis zur Manege. Eine Lichterkette in grün, blau, gelb und rot führte hoch hinaus bis in die Circuskuppel. Der jüngste Artist der beiden Familien Spindler und Lutzny, John (neun Jahre), rief den Weihnachtsmann, der am Kaminfeuer und Adventskranz im Ohrensessel Platz nahm und von seinen Erlebnissen in aller Welt erzählte. Und schon hatte er die erste romantische Überraschung bereit. In einer großen durchsichtigen Weltkugel schwebte ein Engel in die Höhe und vollführte gekonnte Akrobatik. Der Mann mit dem weißen Bart und dem roten Kostüm wurde dann selbst aktiv und führte unter "Jingle Bells" vier Lamas vor.

Zunächst im Frack und dann im gelben Kostüm lief Shona Spindler (14) über ein Drahtseil und zeigte darauf Salto und Spagat. Die beiden First Ladies der Familien Spindler und Lutzny präsentierten Hohe Schule par excellence. Nach einer Akrobatikshow an der Stange zeigten Samanta und Chantal eine rasante Hula Hoop Darbietung mit vielen Reifen. Hoch hinaus ging es dann für zwei Artistinnen am Luftring mit spektakulären Höchstleistungen unter der Circuskuppel. Da war schon volles gegenseitiges Vertrauen gefragt.

Was wäre ein Circus ohne Clown? Großvater Adolf Lutzny brachte nicht nur die vielen Kinder zum Lachen. Zunächst bei seinem Auftritt als Biene Maja mit dem legendären "Liebes Bienchen, gib mir Honig" und dann als tollpatschiger Kellner, der die Nudeln zusammenkehrte und schließlich ins Publikum warf. Bei einem Can Can von vier Tänzerinnen wurden die Circusfans an ein berühmtes Revuetheater in Paris erinnert.

Dann kam mit Lasso-Seiltricks und Messerwerfen der Wilde Westen in die Manege. Hier zeigten Vater René und Sohn Joel Lutzny (12 Jahre) ihr Können. Vor der Pause trafen sich der kleine John und der Weihnachtsmann wieder unter dem geschmückten Tannenbaum und luden zur Tierschau ein. Im zweiten Teil präsentierte Beatrix Spindler fünf edle Rassepferde in einer variantenreichen Dressur. Dabei waren die "Steiger" und ein Seilspringen die Höhepunkte.

Waghalsige Kunststücke gab es bei den Antipoden von zwei jungen, ganz in weiß gekleideten Artistinnen, zu sehen. Ein absoluter Höhepunkt des Weihnachtscircus war die Show der sechs Hunde, dargeboten von Beatrix Spindler. Die Vierbeiner gehorchten aufs Wort und sprangen immer wieder aus ihrem Koffer, wenn sie ihren Auftritt hatten.

Ganz schön mutig war der zwölfjährige Joel, der bei einer Stuhlpyramide, die auf vier Flaschen stand, Handstände vollführte. Dann wurde es heiß im Circuszelt, denn eine Truppe von Feuertänzern und einem Feuerspucker begeisterte das Publikum. Der Weihnachtsmann lud die Besucher schon jetzt zum dritten Weihnachtscircus in Kleve ein. Die Stimmung wurde noch übertroffen, als bei "Stille Nacht" tatsächlich Schnee aus der Kuppel des Zeltes fiel.

Die Vorstellungen sind vom 27. bis 30. Dezember jeweils um 15 und 19 Uhr, vom 31. Dezember bis zum 5. Januar um 15 Uhr, am 6. Januar um 15 und 19 Uhr und zum Abschluss am 7. Januar um 15 Uhr. Der Vorverkauf ist täglich von 10 bis 12 Uhr an der Circuskasse. Infotelefon 0170 7161364.

Quelle: RP
 
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