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Kalkar
Sturm stört Kalkars Kirmes nur wenig

Kalkar: Sturm stört Kalkars Kirmes nur wenig
Ein Prosit auf die Kalkarer Kirmes: Bürgermeister Gerd Fonck beim Fassanstich. FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. Der Umzug der Schützen musste ausfallen, aber alle übrigen Bestandteile der Kalkarer Kirmes gingen wie gewohnt und geplant über die Bühne. Heute strebt das Festwochenende seinem Abschluss entgegen: dem Höhenfeuerwerk. Von Anja Settnik

So ein kleiner Sommersturm kann die Kalkarer nicht von ihrer Kirmes abhalten: Am Samstag ward er Gang über den Rummel sicher nur etwas für echte Fans, der Start am Freitagabend und die gestrige Proklamation des Kinderschützenpaars gingen jedenfalls reibungslos über die Bühne. Ein langes Kirmeswochenende, das heute mit dem Höhenfeuerwerk zu Ende gehen wird - ein Fest für die ganze Familie.

Ängstliche, die die Farbe und Form der Wolken über dem abendlichen Kalkar (fehl-)interpretierten, trauten sich vielleicht nicht zur Eröffnung. Die Optimisten behielten jedoch recht: Fassanstich und günstiges Karussellfahren konnten in gewohnter Manier stattfinden. Traditionell war die Ratsmannschaft eingeladen, dem Bürgermeister in zünftiger Lederschürze dabei zuzusehen, wie er dem gestifteten Bierfass der Schausteller zu Leibe rückte. Insbesondere diejenigen, die diese Hammerschläge selbst mal versuchen möchten, waren anwesend: die Bürgermeisterkandidaten der übrigen Parteien. Zum Kirmesauftakt ging's aber nicht um Politik, und niemand zierte sich, ein Glas Bier aus der Hand von Amtsinhaber Ich habe vier Ferienlager besucht und Lagermessen gehaltenGerhard Fonck entgegen zu nehmen.

Schon vorher gab das Tambourcorps Hönnepel in akurater schwarz-weißer Uniform ein kleines Konzert mitten auf dem Platz. Die Musiker erreichten sicherlich alle Ohren in Kalkar Mitte, so dass der Start der Kirmes kaum zu verpassen war. Was vor allem für den Nachwuchs traurig gewesen wäre, denn eine Stunde lang Autoscooter oder Musikexpress-Fahrten für je einen Euro - das lockt junge Unterhaltungsfreunde an. Flugzeuge und Kinderkarussell dienten als Einsteigermodelle und machten den zusehenden Eltern und Großeltern mindestens ebenso viel Freude. Wem der Trubel etwas zu lautstark war, nahm in den Cafés drum herum Platz und besah sich das Spektakel aus einiger Distanz. Pastor Alois van Doornick versuchte sich an der Schießbude und stiftete die erzielten Punkte weniger zielsicheren Nachwuchsschützen. Der Pfarrer von St. Nicolai sah frisch aus und war guter Dinge, nicht zuletzt, weil er in den vergangenen Wochen viel reisen durfte: "Ich habe vier Ferienlager besucht und Lagermessen gehalten", berichtete er der Rheinischen Post. Mit Entenangeln, Mandeln knabbern und Backfisch genießen ließ sich auf dem historischen Marktplatz gut die Zeit vertreiben. Der Schützenumzug am Samstag wurde angesichts von starkem Wind und Dauerregen abgesagt und ins Zelt verlegt, wo es ein Ständchen gab, bevor der Bürgermeister zur Proklamation schritt. Der eigentliche Königsball konnte dann wie geplant stattfinden.

Quelle: RP
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