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Kleve
Swertz wächst in Richtung Süden

Kleve: Swertz wächst in Richtung Süden
Der Hagebaumarkt Slooten an der Martinistraße in Veert. FOTO: MÖW
Kleve. Der Baustoffhändler aus Goch übernimmt zum Jahresanfang den Baustoffhandel Slooten aus Straelen. Alle Mitarbeiter sollen ihre Jobs behalten. Die Standorte aller Märkte sollen erhalten bleiben. Verschmelzung dauert Monate. Von Michael Klatt

63 Jahre alt ist Hans-Hermann Jülicher. "Da kommt man an den Punkt, über die Nachfolge nachzudenken", sagt der Inhaber des Baustoff-Fachhandels Slooten mit Hauptgeschäft in Straelen, der die Firma am Niederrhein gemeinsam mit seinem Bruder Clemens in vierter Generation führt. "Um den Fortbestand der Firma zu gewährleisten, haben wir uns nach langem Überlegen für die Firma Swertz entschieden", so Jülicher. Das Unternehmen aus Goch übernimmt mit dem Jahreswechsel die Baustoffhandlungen und Baumärkte von Slooten.

Damit wächst Swertz in Richtung Süden. Nach Angaben von Firmenchef Rudolf Swertz gehören zum Unternehmen mit insgesamt 310 Mitarbeitern bisher vier Baustoffhandlungen in Goch, Kleve, Alpen und Emmerich sowie vier Baumärkte in Goch, Kleve, Xanten und Rheinberg. Mit der Übernahme von Slooten kommen der Großhandel in Straelen auf der Annastraße sowie der Hagebaumarkt in Geldern und die Baustoffhandel in Geldern und Süchteln hinzu. Außerdem gehen die Slooten-Anteile des gemeinsam betriebenen Baustoffhandels in Viersen-Dülken auf Swertz über.

Es ist also keine Übernahme durch Fremde. "Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis, schon unsere Eltern waren miteinander befreundet", sagt Swertz über seine Beziehung zu Jülicher. Auch geschäftlich gibt es Berührungspunkte, und zwar durch den Einkauf, der seit Jahren zum Teil über Hagebau gemeinsam koordiniert wird. Swertz: "Von daher kenne ich auch viele Mitarbeiter von Slooten."

Die will er alle übernehmen, auch die aus dem Verwaltungsbereich. Es könne nur sein, dass diese innerhalb der Region ein paar Kilometer mehr fahren müssten. Um gut 100 wächst damit die Swertz-Belegschaft. Alle Standorte sollen erhalten bleiben.

Durch die Zusammenlegung sollen das Sortiment und die Serviceleistungen insgesamt profitieren und erweitert werden, denn neben Produkten wie Fenster, Türen und Tore, die sich bei beiden Firmen finden, ergänzen sich die Angebote. So verfügt Swertz über eine Spezialabteilung für Dach und Fassade, über eine starke Zaunabteilung und über ein Natursteinwerk in Goch. Slooten bringt in den Zusammenschluss unter anderem auch eine Mitarbeiterin für biologische Baustoffe ein.

Mit dem 1. Januar verschwindet die Marke Slooten nicht sofort. Swertz rechnet damit, dass die Verschmelzung der Unternehmen ungefähr acht Monate in Anspruch nimmt. "Erst dann ist Flaggenwechsel."

Jülicher bleibt der Firma vorerst erhalten. "Ich bin seit mehr als 45 Jahren im Betrieb", sagt er. "Ich will meine Erfahrung einbringen und den Übergang begleiten."

Quelle: RP
 
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