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Kleve
Tage der offenen Gartenpforte

Kleve. Seit sechs Jahren läuft die Aktion "Offene Gärten im Kleverland". Inzwischen beteiligen sich sieben Gartenbesitzer mit ihren gepflegten Arealen an dem Angebot – und die Nachfrage stimmt. Hier gibt es alle Termine. Von Guido Schwartges

Kaum hat sich die Kälte verzogen und sendet die Sonne zart ihre Strahlen über das Kleverland, strömen die Menschen wieder in ihre Gärten. Speziell die Teilnehmer der Aktion "Offene Gärten im Kleverland", denn für sie wird es jetzt Zeit: "Wir müssen viel aufholen", erklärt Silke Imig-Gerold, der lange Winter hat sie bei den Vorbereitungen für die Gartensaison weit zurückgeworfen. Bisher blühen dort nur die Krokusse und einige Winterlinge. Gemeinsam mit ihrer Mutter Elisabeth Imig öffnet sie ihren Garten in Hau am 2. Mai wieder für ein breites Publikum.

Besucher kommen mit Bussen

Inzwischen geht die von Kleve Marketing und der Gemeinde Bedburg-Hau begleitete Aktion in die sechste Runde. Der Erfolg ist groß, wie nicht nur die Imigs finden – im vergangenen Jahr waren die Besucher mit Bussen angereist. Klaus Bender und Manfred Lucenz haben es etwa an einem Tag auf über 500 Besucher in ihrem Garten gebracht. Und auch in diesem Jahr haben sie bereits wieder 4000 Tulpen eingepflanzt. Die "Freizeitgärtner" haben ein Buch herausgegeben, dass jetzt nach 50 000 Exemplaren in die siebte Auflage geht. Darin erzählen sie vom Wachsen ihres 4000 Quadratmeter großen Geländes.

Zu medialer Berühmtheit haben es auch Petra und Ralf Dammasch gebracht. Das Entstehen ihres Reidelhof-Gartens wird im Fernsehen gezeigt. Und das hat Aufmerksamkeit erregt, inzwischen kommen sogar Besucher aus Süddeutschland. Elisabeth Strack hat ihren Garten im vergangenen Jahr das erste Mal geöffnet und war sehr zufrieden. In ihrem von Staudengewächsen geprägtem Grün will sie zur Zeit nichts verändern.

Wie erfolgreich die Aktion ist, zeigt auch, dass in diesem Jahr wieder ein neuer Garten zu sehen ist. Duve van Boggelen und Vincent Drost haben acht Jahre lang rund um ihr Kunsthaus Davidu in Appeldorn gearbeitet. Drei Wochen haben sie in diesem Jahr schon Blumen gepflanzt, den Garten gepflegt, die Teiche gereinigt, um bei der Präsentation einen guten Eindruck zu machen. Das Programm, das sie sich für die Tage der offenen Gartenpforte gesetzt haben, ist dabei künstlerisch orientiert. Kunst gibt es auch im Skulpturengarten von Wolfgang und Irmgard Frische. Heinz Schneider-Maessen konnte sich auch im Winter über viel Besuch in seinem Garten freuen – zum Weidenflechten. Jetzt, wo der Frühling anbricht, übernimmt Frau Mechthild wieder den Garten. Eine Blindengruppe hat sich dort schon angekündigt, eine Maiandacht wird vorbereitet und einen Krimi-Abend soll es auch geben.

Quelle: RP
 
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