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Kleve
Telekom: Antennenstörung sorgt für schlechten Handy-Empfang

Kleve: Telekom: Antennenstörung sorgt für schlechten Handy-Empfang
In den ländlichen Ortsteilen bereitet der Empfang weiter Probleme. FOTO: dpa
Kleve. Kunden im Ortsteil Reichswalde beschwerten sich zuletzt vermehrt über Netzstörungen. Die sollen zwar behoben sein, die Probleme aber bleiben. Von Ludwig Krause

Die ersten Nachfragen klingen noch besorgt, mit der Zeit sind sie nur noch genervt. Wer zuletzt versucht hat, Bewohner Reichswaldes auf deren Handy anzurufen, brauchte vor allem eines: Glück. Kunden der Telekom klagten in den vergangenen Wochen besonders innerhalb geschlossener Räume über erhebliche Empfangsprobleme. Wer trotzdem versuchte, die Anwohner auf deren Mobiltelefonen zu erreichen, der hörte: nichts. Die Leitung schien tot, als würde sie gar nicht existieren. Nur, damit die Angerufenen Sekunden später wieder Empfang haben - um diesen einige Sekunden später erneut zu verlieren.

Bei der Telekom, so hieß es Ende vergangener Woche, sei man sich des Problems bewusst. Es habe mehrere Beschwerden über den zuletzt schlechten Empfang im Ortsteil gegeben. Techniker hätten zuvor Arbeiten an einer Antenne durchgeführt, dabei sei es zu Problemen bekommen. Pünktlich zum Wochenende meldete ein Sprecher des Mobilfunkanbieters dann: Problem behoben, volle Fahrt voraus für Handy-Empfang. Der aber schwankt am Wochenende noch genauso wie zuvor, die Nutzer sind frustriert.

Der Fall steht beispielhaft für den Flickenteppich, der Kleve in Sachen Mobilfunk noch ist. Auch wenn laut Internet-Auskunft der Telekom grundlegender Handy-Empfang in jedem besiedelten Bereich Kleves gewährleistet sein soll, gilt das längst nicht für alle, die in den ländlichen Ortsteilen am Rande der Stadt und in Grenznähe leben. Dort müssen viele noch ans Fenster, unters Dach oder direkt vor die Tür gehen, um mit ihrem Handy telefonieren zu können.

Noch lückenhafter wird es, wenn es um höhere Geschwindigkeiten wie 3G/UMTS/HSPA mit bis zu 42 Mbits/s geht. Dabei kann es vorkommen, dass der Anfang einer Straße noch versorgt wird, die Mitte der Straße plötzlich keinen Empfang hat, während die Menschen, die am Ende der Straße wohnen, wieder in den Genuss kommen. Alleine in Reichswalde gibt es dafür unzählige Beispiele: Dorfanger, Köhlerweg, Pastoratsweg, Kattenwald.

Ebenfalls ein Problem: Gerade in grenznahen Orten wählen sich Mobiltelefone immer wieder ins (vermeintlich stärkere) niederländische Netz ein. Anrufe nach Deutschland sind dann nur noch möglich, wenn der Nutzer die 0049-Länder-Vorwahl für Deutschland wählt - obwohl er das Land gar nicht verlassen hat. Und: Die Telefonate werden in der Regel auch noch teurer.

Quelle: RP
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