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Kleve
Testfahrt zur NRW-Radtour ab Kleve

Kleve: Testfahrt zur NRW-Radtour ab Kleve
Vor dem Start in Kleve: Anja Settnik (RP), Winfried Raffel (NRW-Stiftung), Stefan Verhasselt (WDR 4), Axel Weber (Westlotto) und Bürgermeisterin Sonja Northing, von links. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. WestLotto, die NRW-Stiftung und WDR4 veranstalten vom 14. bis zum 17. Juli eine Fahrrad-Rundfahrt mit über 1000 Teilnehmern. Von Kleve aus trat eine Vorab-Gruppe gestern testweise in die Pedalen. RP-Redakteurin radelte mit. Von Anja Settnik

"Eigentlich unverständlich, dass uns erst die achte Tour zum Niederrhein führt - das ist ja das perfekte Radfahrgebiet", stellte Axel Weber gestern beim ersten Zwischenstopp begeistert fest. Der PR-Chef von WestLotto sprach von einer der vier Etappen, die insgesamt über 1000 Menschen im Juli durch ein schönes Stück NRW führen werden: Von Kleve in weiten Schleifen nach Emmerich, Rees und Xanten ging es gestern "probehalber". Ein Vorauskommando der Veranstalter WestLotto und NRW-Stiftung, verstärkt um den niederrheinischen Kabarettisten und WDR4-Moderator Stefan Verhasselt sowie eine Vertreterin der Rheinischen Post, testete die Strecke. Und war trotz nur mäßig schönem Wetter begeistert.

Die viertägige Radtour, die diesmal vom 14. bis zum 17. Juli stattfinden wird, hat das Motto "Mit WestLotto das Land erfahren". Dabei wird allenfalls indirekt fürs Lottospielen geworben, durchaus aber auf die gemeinnützigen Projekte der NRW-Stiftung verwiesen, die oftmals am Weg liegen. 40 Prozent der Lotto-Einnahmen kommen Wohlfahrt, Sport, Kultur oder Denkmalschutz zugute, und sehr viel Geld davon ist auch im Kreis Kleve gut angelegt. Winfried Raffel, Pressesprecher der Stiftung, nennt Schloss Moyland, Haus Koekkoek, die Mühle Donsbrüggen oder das Siegfriedmuseum in Xanten als Empfänger-Beispiele. "Auch der Klevische Verein wurde unterstützt, als der Voltaire-Weg oder die Galleien neu gestaltet wurden", wusste Bürgermeisterin Sonja Northing zu ergänzen, die die Gruppe gestern morgen gemeinsam mit Ute Marks als Chefin des Stadtmarketing begrüßte. Kleve wird bei der "echten" Rundfahrt im Juli, die an Tag 1 von Rheinberg über Sonsbeck und Kevelaer führt, erstes Etappenziel sein, von dort aus geht es am kommenden Tag nach Xanten, danach über Alpen und Voerde nach Moers, schließlich über Kempen zurück nach Rheinberg. Mitradler können sich für alle vier Etappen (samt Übernachtungen in Hotel oder Gruppenunterkunft) oder auch für einzelne Strecken anmelden. Die Etappen sind 55 bis 72 Kilometer lang und führen fast immer über Rad- und Nebenwege in den landschaftlich schönsten Gegenden. Wo nötig, hält die Polizei den übrigen Verkehr an. Damit die Straßensperrungen nicht allzu lange dauern, wird das Feld in zwei Abteilungen, die im Abstand von einigen Minuten starten, aufgeteilt.

Praktisch jeder kann dabei sein - durchaus auch Familien mit Kindern. "Etwa 30 Prozent unserer Mitfahrer nutzen inzwischen ein Pedelec, um es sich etwas bequemer zu machen", erzählt Axel Weber. Bei kräftigem Wind und dem Ehrgeiz, die Gesprächspartner an den Zwischenzielen nicht warten zu lassen, musste das kleine Test-Team gestern trotz Motor-Unterstützung ganz schön pusten. Zwischen niederheinischen Rapsfeldern, auf der Emmericher Rheinbrücke oder am Deich Richtung Rees weht es schon mal kräftig. Aber die Ausblicke lohnen das Strampeln allemal.

Das wissen auch die Bürgermeister und Touristiker an der Strecke. Sonja Northing, selbst gerne mit dem Mountainbike unterwegs, und ihre Amtskollegen Johannes Diks in Emmerich oder Christoph Gerwers in Rees freuen sich über jeden Radler, denn sie tun meist auch der Gastronomie gut. Wenn die Tour am 14. Juli Kleve erreicht, wird auf der Herzogbrücke gefeiert - mit Live-Musik und dem neuen Musikmix von WDR4. "In den vergangnen Jahren haben wir nach dem Radeln immer einen Riesenspaß gehabt", so Verhasselt. Ute Marx empfiehlt, im Anschluss noch zur Klever Kirmes zu gehen und dort weiter zu feiern.

Anmeldung zur NRW-Radtour injeder WestLotto-Annahmestelle oder unter www.nrw-radtour.de

Quelle: RP
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