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Kleve
Trommelwirbel an der Hochschule

Kleve. Konzert der "Besonderen Reihe" erstmals in der Hochschule Rhein-Waal.

Das junge Percussionensemble des Landes NRW gastiert erneut in Kleve - und bringt weitgereiste Mitspieler mit: zu den fünf deutschen Schlagzeugtalenten gesellen sich jeweils fünf Mitspieler aus Brasilien und Südkorea. Mit im Gepäck: ganz neue Perkussionsmusik aus allen drei Ländern. Ein international besetztes, junges Ensemble und perkussive Weltmusik: bestes Material also für diese erste Konzertkooperation mit der Hochschule Rhein-Waal. Die "Besondere Reihe" beginnt am Samstag, 7. Oktober, im Foyer des Hörsaalgebäudes - eine Premiere.

Bei einem interkulturellen Austausch des Goethe-Instituts gastierten die jungen Schlagzeugtalente von "Splash" bereits in São Paulo und Seoul. In diesem Herbst erfolgt der Gegenbesuch der jungen Perkussionisten dieser beiden Länder zu einem gemeinsamen Konzertprojekt mit Kompositionsaufträgen und Uraufführungen in Deutschland.

Auf Wunsch der Schlagzeugstundenten schrieb die koreanische Komponistin Hannah Choi ein Stück für fünf Pauken und Metallinstrumente, das mit visuellen und Raumklangelementen spielt. Der Brasilianer Paulo Costa Lima ist bekannt für seine Recherchen auf dem Gebiet der Musikkultur Brasiliens. Seine Auftragskomposition "germanisiert" afrikanisches Instrumentarium, kombiniert Elemente des Capoeira mit Zitaten aus Schubert-Liedern und schafft auf diese Weise einen - auch humorvollen - Dialog der internationalen Klangsprachen. Das neue Gastgeber-Werk stammt von Stephan Froleyks, es klingt "in Stücken für Stabspiel extrem tonal und in sich kreisenden Gesten extrem präzise", so der Ensemble-Leiter.

Das Konzertprogramm wird um weitere Perkussionsmusik aller drei Länder ergänzt und ist ein lebendiges Beispiele dafür, wie man Avantgarde mit der Musikkultur unterschiedlicher Herkunftsländer verbindet. Die Komponisten mixen mit ihren Werken in den Konzertcocktail aus klassischer, neuer und Welt-Musik die Energie asiatischer Ruhe und die Virtuosität südamerikanischer Hochgeschwindigkeit. Am Dirigentenpult wechseln Froleyks, sein Kollege Ralf Holtschneider sowie Jae Keun Ryu aus Süd-Korea und Eliana Sulpicio aus Brasilien. Nicht nur in seiner Präzision, Klangfülle und Farbigkeit ist dabei das 15-köpfige Splash-Ensemble einfach "unschlagbar" - so der Titel des Konzertprojektes.

Als Stephan Froleyks bei der Klever Konzertreihe nach einer Auftrittsmöglichkeit anfragte, war gleich klar, dass dieses junge Konzertprojekt an die Hochschule gehört, wo die Begegnung und das gemeinsame Tun verschiedenster Nationalitäten Alltag ist. Jens Gebauer, Vizepräsident der Hochschule für Musik, begrüßte das Vorhaben und unterstützte die Vorbereitung mit allen zuständigen Mitarbeitern. Gefördert wird es zudem durch das Goethe Institut, das Auswärtige Amt, die Kunststiftung, den Landesmusikrat und das Kultursekretariat NRW.

Konzertkarten (zwölf Euro/Schüler, Studenten sechs Euro) gibt es an der Rathaus-Info (Telefon 02821 840), beim Fachbereich Kultur der Stadt Kleve (Telefon 02821 84254) und an der Abendkasse. Zugang zum Hörsaalgebäude II vom Parkplatz Briener Straße aus. Einlass ab 18.30 Uhr.

Quelle: RP
 
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