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Kalkar
Trucker nehmen kranke Kinder an Bord

Kalkar: Trucker nehmen kranke Kinder an Bord
Wunderland-Chef Han Groot Obbink und Bürgermeister Gerhard Fonck (von rechts) nehmen die Trucks auf dem Marktplatz Kalkar in Empfang. FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. Die Bürger von Kalkar und seiner Ortschaften machten den schwerkranken Kindern, die zum Charity-Event "Wunderland Kalkar on Wheels" eingeladen waren, einen unvergesslichen Tag. 100 Trucks hupend am Marktplatz. Von Monika Hartjes

Lautes Hupen kündigte sie an. 100 Lkw näherten sich am Samstag um die Mittagszeit lautstark dem Kalkarer Marktplatz mit einer ganz besonderen "Fracht" an Bord: Die Truck-Fahrer hatten kranke Kinder eingeladen, mit ihnen eine unvergessliche Rundfahrt am Niederrhein zu machen. Der fast sechs Kilometer lange Lkw-Lindwurm startete am Wunderland Kalkar, Organisator des Events, in Richtung Grieth, fuhr über die Emmericher Rheinbrücke in die Niederlande, zurück über Wissel und Kalkar bis zum Wunderland. Und die Bewohner der Orte taten ganz viel dazu, den Tag für die Kinder unvergesslich zu machen.

In der Hansestadt wurden sie von winkenden und rot-weißen Fähnchen schwenkenden Einwohnern und von Bürgermeister Gerhard Fonck in Empfang genommen. Auch der Schirmherr, Landrat Wolfgang Spreen, wollte die Kinder begrüßen, konnte aufgrund der etwa einstündigen Verspätung aber nicht bleiben, weil er zu einem anderen Termin musste. Der Bürgermeister erklärte: "Wir unterstützen die Veranstaltung gerne, weil es darum geht, kranken Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen."

Organisiert wurde die Charity-Aktion "Wunderland Kalkar on Wheels" von Leon Westerhof, Projektleiter im Wunderland, und seinem Team. "Durch das Projekt sollen den kranken Kindern einmalige Momente beschert werden, die ihnen Kraft und Durchhaltevermögen geben", sagte er. Im Wunderland fand zudem ein buntes Truckerfestival statt mit einem abwechslungsreichen Programm.

Es gab eine Lkw-Ausstellung mit Zubehör und Accessoires, Show-Trucks und Oldtimer waren zu bestaunen, Airbrush-Motive und detailgetreue Miniaturen wurden präsentiert. Außerdem fand eine Auktion statt, bei der gespendete Gegenstände meistbietend versteigert wurden. Sämtliche Einnahmen gehen an die Kinderkrebsklinik in Düsseldorf sowie an die Stiftung "Heartbeat".

In Kalkar gab es am Marktplatz einen kurzen Zwischenstopp. Bürgermeister Fonck übergab den Kindern eine Überraschungstüte mit Süßigkeiten, Malutensilien und einem Lastwagen-Modell mit der Aufschrift "Mit dem Truck unterwegs in Kalkar 2015". "Das soll die Kinder an diese Fahrt erinnern", so Fonck. Er hatte sich praktische Hilfe mitgebracht: Stelzenmann Sven Combs hatte die richtige Größe, um die Tüten direkt ins "Cockpit" zu übergeben.

Die Kinder und ihre Familienangehörigen, die mitfahren durften, wurden auch von verschiedenen Vereinen begrüßt. Für stimmungsvolle Musik sorgten das "Dweilorkest Fan Tatteme" aus Nimwegen und der Musikverein Kalkar. "Wir spielen alles von Märschen über Volksmusik bis Pop, während die Trucks vorbeifahren", erzählte Dirigent Stephan Weber.

Pfadfinder, die Fahnenschwenker der Bürgerschützen, der Turn- und Sportverein, die Mitglieder der Altkalkarer Karnevalsgesellschaft und die Funkenmariechen der Kalkarer Karnevalsgesellschaft standen Spalier. "Ich finde, das ist eine tolle Aktion", meinte die zwölfjährige Linda Vehreschild.

Die Feuerwehr bildete mit zwei Leitern ein Tor zum Durchfahren - auf der einen Seite stand der Drehleiter-Oldtimer aus dem Jahre 1937, auf der anderen Straßenseite der "Neue" aus dem Jahre 2002. Mit lautem Hupen fuhr die beeindruckende Truck-Schlange weiter.

Die Kinder und ihre Familien verbrachten nach der Fahrt den Tag im Freizeitpark des Wunderlands Kalkar.

Quelle: RP
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