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Niederrhein
Unternehmertreff zum Thema "Nützlinge"

Niederrhein. Die Mitglieder des Vereins Agrobusiness Niederrhein hatten Gelegenheit, sich den Einsatz der Nützlinge bei der Firma Draek & Draek anzuschauen und sich von Sabrina Sieger, General Managerin von Koppert Deutschland, das Unternehmen und deren Konzepte vorstellen zu lassen. Koppert Deutschland ist Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein und hatte zusammen mit der Initiative zu der Veranstaltung eingeladen.

Die gewonnen Erkenntnisse: Eine Tomatenpflanze wächst von Dezember bis November im Gewächshaus und liefert ab Anfang März kontinuierlich Tomaten. Der Trieb wird dabei 13 bis 15 Meter lang. Während dieser langen Kulturzeit treten Schädlinge auf, die durch ihre Saugtätigkeit der Pflanze zusetzen und sie schwächen. Um das zu verhindern, werden in modernen Tomatenkulturen Nützlinge eingesetzt.

"Wir bringen die Nützlinge in die Tomaten wenn noch gar keine Schädlinge in Sicht sind", sagt Matthias Draek von Draek GbR aus Straelen. Die eingesetzten Raubwanzen sind kleine, agile, grüne Tiere. "Sie werden gehegt und gepflegt und vor allem gefüttert. So sind sie vor Ort, wenn die ersten Schädlinge auftreten." "Wir haben über die vergangenen Jahre viele Erfahrungen im Nützlingseinsatz sammeln können", sagt Draek, "Dabei haben wir gelernt, dass man Schädling nie unterschätzen darf". Die Kulturen würden ständig kontrolliert, denn immer wieder können Schädlinge von außen einfliegen und dann komme es darauf an, dass der Nützling bereits vor Ort ist und seine Ernährung schnell auf Weiße Fliegen und Blattläuse umstellt. Auf den Tomaten sitze der Nützling nicht, dort gebe es nichts zu fressen. Sie liebten die Blattunterseiten, wo sie von der Sonne geschützt sind und ihre Nahrung finden.

Die Nützlinge kommen von der Firma Koppert. Sie stellt viele verschiedene Nützlinge her, die unter dem Motto "Partners with Nature" weltweit vermarktet werden. Professionelle Gärtner als auch der Hobbygärtner erhalten von Koppert nützliche Insekten oder setzen Mittel und Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte der Pflanze gegenüber Krankheiten und Schädlinge ein. Zum Programm gehören auch Hummeln, die bei der Bestäubung von Tomaten, Erdbeeren oder Kirschen helfen. Tomaten schmecken besser und ihr Vitamingehalt ist höher, wenn sie auf natürliche Weise von Insekten bestäubt werden. Deshalb schwirren tausende dieser Insekten den ganzen Tag durch die Gewächshäuser und arbeiten so für die Tomaten aber auch für ihr Hummelvolk, denn sie leben nicht nur im Gewächshaus, sondern vermehren sich dort auch.

Die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein waren beeindruckt von der Vorstellung und der Besichtigung der Gewächshäuser.

Quelle: RP
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