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Kleve
Unterstadt: Münster als Vorbild

Kleve: Unterstadt: Münster als Vorbild
Klever Führungs-Trio: CDU-Stadtverbands-Chef Jörg Cosar, Parteisprecherin Dr. Daniela Lesmeister, CDU-Fraktionschef Udo Janssen. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. CDU zum Minoritenplatz: Er muss bald bebaut werden, um die Kernstadt zu sichern und abzuschließen. Die vorliegenden Sontowski-Pläne gefallen nicht, sie sollen überarbeitet werden. Besatz muss Stadt bereichern. Von Matthias Grass

Die Klever CDU hat sich gestern am frühen Nachmittag zur Diskussion über den Minoritenplatz positioniert: "Es ist nicht eine Frage des ob, sondern allein eine Frage, wie er bebaut wird", brachte CDU-Sprecherin Dr. Daniela Lesmeister das Für und Wider Minoritenplatz auf den Punkt. Man werde abwarten, was der derzeit dort planende Investor Sontowski & Partner letztlich Ende November vorlegen wird und wie der entsprechende Besatz mit Geschäften nach Vorstellungen des Investors aussehen soll. Zum Besatz hat die CDU ebenfalls ihre Linie: "Wir brauchen keinen weiteren Drogerie-Markt, wir brauchen Angebote, die in der Stadt fehlen. Beispielsweise Mode für die jüngere Frau ab 30", sagt Lesmeister.

Klar wurde in dem Gespräch mit CDU-Stadtverbandschef Jörg Cosar, CDU-Fraktionsvorsitzendem Udo Janssen und Lesmeister aber auch, dass der Plan Sontowskis kaum eine Chance hat, wenn er nicht deutlich überarbeitet wird. "Der Baukörper, wie er jetzt vorgeschlagen wurde, ist für Kleve nicht umsetzbar", formulierte es Udo Janssen. Es gebe genügend Beispiele, wie man solche großen Bauvorhaben auch mit kleinteiligem Äußeren lösen kann. Die CDU schlage für Kleve eine moderne Variante des Münsteraner Prinzipal-Marktes vor, sagte der CDU-Fraktionschef. Er hoffe, dass die Planer von Sontowski & Partner auf diese Vorschläger eingehen werden. Dort wird der Markt von vielen giebelständigen Stadthäusern gesäumt. CDU-Fraktion und -Stadtverband werden mögliche neue Vorschläge wieder der Öffentlichkeit vorstellen, versprachen die Drei. So, wie kürzlich in der Stadthalle geschehen.

Cosar versicherte zudem, dass der Parkbereich vor Haus Koekkoek nicht nur erhalten bleibt, sondern quasi bis zum Kanal als breiter Parkstreifen zwischen Hafenstraße und neuer Minoritenplatz Bebauung verlängert werde. Die Diskussion, allein einen Park mit darunter liegender Tiefgarage zu gestalten, sei aber bei der Frage nach den Kosten verstummt.

Wichtig sei, die Stadt am Minoritenplatz abzuschließen, so Lesmeister, Cosar und Janssen. "Der Kernbereich muss hier enden, sonst fleddert die Stadt unten aus", erklärte Janssen.

Hintergrund: Sollte es nicht gelingen, die Stadt auf dem Minoritenplatz schlüssig zu bebauen, könne man mittelfristig nicht verhindern, dass die jetzigen Sonderbaugebiete Union- und Bensdorp-Gelände und der Bereich Hagebaumarkt Kernbereich werden. Dann könnten dort Einkaufszentren entstehen. Das werde Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen. Die von niederländischen Kunden so geliebte "Geselligkeit", die man dagegen mit einer schlüssigen Bebauung erreiche, ginge dann verloren.

Quelle: RP
 
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