| 00.00 Uhr

Kleve.
"Van et Höltje op et Stöckske"

Kleve.: "Van et Höltje op et Stöckske"
War wieder eine Schau für sich: Der große Funkerchor im spanischen Outfit. FOTO: Gottfried Evers
Kleve.. Die Klever Schwanenfunker präsentierten grandiosen Sitzungskarneval in der Stadthalle mit aktuellen Themen im besten Klever Platt. "Met Humor en Freud" wurde für die begeisterten Besucher stundenlang kräftig gefunkt. Von Stephan Derks

"Wej funke met Humor en Freud", wer mochte da der ältesten Karnevalsgesellschaft in Kleve widersprechen. Denn im besten "Kleefs Platt" kamen die Klever Schwanenfunker unter Leitung ihres Sitzungspräsidenten Walter Heicks in der Stadthalle "van et Höltje op et Stöckske", boten über Stunden Sitzungskarneval auf allerhöchstem Niveau.

Das "Büdchen" am Mittelweg: Eine sichere Bank in Sachen Stimmung. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Doch der Reihe nach: Überraschend ging der Vorhang auf, hinter dem sich Präsident, Elfer-Rat und die Funkelblaagen aufgestellt hatten und mit alten Klever Liedern auf den Abend einstimmten. Das Eis war gebrochen, die Stimmung bereits angeheizt. Mit dem "Finale" setzten die Akteure gleich zu Anfang Akzente. Dann gab es nur noch Zugaben. Und die begannen gewohnt gekonnt, mit den geschliffenen Worten des Klever Narr, in dessen Kostüm Michael Rübo schlüpfte, der der Gesellschaft, von der großen Politik bis in den Lokalbereich den Spiegel vorhielt.

Kaum hatte der erste Glanzpunkt die Funkerbühne verlassen, zog Prinz Helmut sportlich und charmant mit seiner stattlichen Helau-Armee als nächster Höhepunkt in den ausverkauften Narrenbau. Helmut, der im Übrigen 1999 als Gardist bei Walter Heicks "Prinzenluft" schnuppern konnte, stand nun höchstselbst an der Spitze der Klever Karnevalisten. Gekonnt und präzise warfen im Anschluss Funkermädels ihre Beine in die Höhe und fegten nur so über die Narrenbretter.

Kaum zu Atem gekommen, ritt der jüngste Büttenredner der Schwanenfunker, Noah Sievernich, seine Attacken auf das närrische Zwerchfell. Zwischenzeitlich hatte er eine ordnungsliebende Freundin mit einem begehbaren Kleiderschrank. Den hatte er auch, nur nannte sich der Fußboden und unter seinem Bett "sah es immer noch so aus wie bei Hempels unter dem Sofa, als wäre dort Schmitz Katze explodiert".

Dann eroberten die "Chaoten" mit ihrer satirischen "Kleve Show" den Saal. Schleuse, Wahlen, Lichterfest, Zapfenstreich und Nikolaus einfach spitze, diese mit zahlreichen Spitzen gespickten Filmsequenzen.

Unaufhaltsam brodelte die Stimmung gen Höhepunkt, die Bernd Thiele als Klever Seebär mit seiner Bütt im besten Klever Platt weiter anheizte. So traf er sich unter anderem mit einer Männergruppe zum Thema "Schnupfen ist kein Todesurteil".

Ein wahrer Ohrenschmaus, der große Funkerchor, der im spanischen Qutfit, die Geschehnisse innerhalb der Schwanenstadt musikalisch beleuchtete und stark parodierte.

Eine ebenso sichere Bank in Sachen Stimmung, das "Büdchen" am Mittelweg, in dem Bruno Kleindorp, Sebastian Brenke, Heike Edler, Bernd Thiele und Michael Rübo brillant vom närrischen Leder zogen.

Einfach Klasse, wie sie aus dem lokalen Nähkästchen plauderten. Allerdings standen ihnen Michael Hövelmann und Wilhelm Lievertz in der närrischen Tonne in nichts nach, strapazierten die Lachmuskeln auf das Äusserste. Exzellent, wie sie "van et Höltje op et Stöckske" für Lachsalven sorgten.

Brillanter Schlusspunkt, der Showtanz der Funkerschwänchen, die nach langer Abstinenz nun wieder auf den Narrenbrettern standen. Super gemacht, nicht nur die Mädels, sondern die gesamte Schwanenfunker-Truppe, die einen äußerst unterhaltsamen Abend boten.

Und damit dreimal Gut Funk Helau!

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kleve.: "Van et Höltje op et Stöckske"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.