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Kreis Kleve
Versorgung beeindruckt die Top-Kardiologen

Kreis Kleve. Große Ehre für Dr. Norbert Bayer: Der Oberarzt der Kardiologie am Klever St.-Antonius-Hospital stellte auf dem vielbeachteten Symposium eines Arzneimittelherstellers in Berlin vor 400 Kardiologen aus dem ganzen Bundesgebiet eine Fallstudie zum Thema "Akutes Koronarsyndrom" vor und wurde von einer hochkarätig besetzen Fachjury mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die anderen vier Wettbewerbsbeiträge stammten vom Herzzentrum Bad Berka in Thüringen und der Charité in Berlin. Die Jury unter Leitung der Top-Kardiologen Professor Dr. Hugo Katus (Universitätsklinikum Heidelberg) und Professor Dr. Christian Hamm (Universitätsklinikum Gießen, Kerckhoff-Herzforschungsinstitut) lobte vor allem die Sorgfalt der Versorgung am St.-Antonius-Hospital.

"Meine Fallstudie beschäftigte sich mit einem Patienten, der mit einem akuten Koronarsyndrom zu uns kam", so Dr. Bayer. Er hatte einen sogenannten ,kleinen Herzinfarkt'. Die Besonderheit: Bei der ersten Untersuchung, der Angiographie, zeigte sich zunächst keine Ursache für den Infarkt. Röntgenbilder ergaben dann eine kleine Veränderung im Bereich des "Hauptstamms - ein Bereich des Herzkranzgefäßsystems, der von herausragender Bedeutung für die Funktion des Herzens ist. "Schädigungen in dieser Region führen häufig zum Tod", erläutert Dr. Norbert Bayer. Eine weiterführende Diagnostik, eine optische Kohärenztomografie (OCT), zeigte schließlich eine eingerissene Ablagerung im Haupt-stamm. "Wir entschieden uns für eine konservativ-medikamentöse Therapie und vereinbarten eine Nachkontrolle nach sechs Wochen", so Dr. Bayer. Diese Kontrolluntersuchung zeigte schließlich einen verheilten Hauptstamm. Die Jury betonte bei der Preisvergabe: Die meisten Kliniken hätten keine weiterführende Diagnostik und keine Nachkontrolle durchgeführt. Nur durch die sorgfältige Aufarbeitung des Krankheitsbildes mit aufwändigen Untersuchungen konnte die kardiologische Abteilung des St.-Antonius-Hospitals eine individualisierte und schonende Therapie für den Patienten festlegen.

"Das spiegelt unsere grundsätzliche Einstellung zur Versorgung unserer Patienten wider", betont Professor Dr. Stefan Schuster, Chefarzt der Kardiologie.

Quelle: RP
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