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Mann in Kleve in Hals gestochen
Versuchter Mord - Verdächtiger ist Stalker

Kleve: Polizei-Einsatz nach versuchtem Mord
Kleve: Polizei-Einsatz nach versuchtem Mord FOTO: Schulmann
Geldern. Ein 40-jähriger Mann ist am Samstag in Kleve mit einem Stich in den Hals lebensgefährlich verletzt worden. Jetzt gibt es Hinweise auf mögliche Hintergründe: Der mutmaßliche Täter soll ein Stalker sein. 

Mordversuch in Kleve: Ein 38-Jähriger soll am Samstag gegen 5.43 Uhr an der Nassauer Allee einen 40-jährigen Mann mit einem Stich in den Hals lebensgefährlich verletzt haben. Der 38-Jährige bestreitet die Tat; er sitzt seit gestern in Untersuchungshaft.

Der 40-Jährige wurde in einem auf Gefäßchirurgie spezialisierten Hospital per Notoperation gerettet. Eine 25-jährige Bekannte wurde nach der Tat am frühen Samstagmorgen bei dem Schwerverletzten angetroffen. Sie gab an, den Täter zu kennen: Er bedrohe und verfolge sie seit Monaten. Die Polizei fand den Verdächtigen später in seiner Wohnung in Materborn, wo er schlief.

25-Jährige bedroht und verfolgt

Die Ermittlungen übernahm die Mordkommission Krefeld mit Beamten aus Kleve. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte die 25-Jährige den Tatverdächtigen Ende 2015 kennengelernt, sich aber kurz darauf von ihm getrennt. Danach begannen massives Stalking und Bedrohungen. Der 38-jährige verfolgte die Frau und bedrohte sie immer wieder persönlich und am Telefon. Zudem sagte der der Mann, er werde Männern, mit denen sie Kontakt habe, den "Hals durchschneiden". Im Februar wurde durch das Amtsgericht Emmerich ein Unterlassungsbeschluss mit Annäherungsverbot erlassen. Wegen Zuwiderhandlung wurde später auch ein Ordnungsgeld verhängt.

Laut Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission, nahm die Polizei die Bedrohungslage sehr ernst. Unter anderem gab es Kontrollen an der Arbeitsstelle der Frau. Allerdings habe sie nicht mitgeteilt, dass sie sich nicht mehr an ihrer Adresse, sondern bei einem Bekannten in dessen Erdgeschosswohnung an der Nassauer Allee aufhielt.

Tatverdächtiger wollte durchs Fenster einsteigen

Am Samstag wurde die 25-Jährige dort auf Geräusche aufmerksam: Vor dem Haus hatte jemand randaliert. Die Frau ging zu einem Fenster zur Straße und sah den Beschuldigten davor stehen. Sie rief ihren Bekannten, während sich der Mann wegduckte.

Als der Bekannte das Fenster öffnete, schnellte der Beschuldigte hoch und stach dem 40-Jährigen mit einem messerähnlichen Gegenstand in den Hals. Obwohl Blut aus der Wunde spritzte, gelang es dem Opfer, das Fenster zuzudrücken. Die 25-jährige wollte ein Handtuch holen und bemerkte auf dem Weg ins Bad, dass der Täter durch ein anderes auf Kipp stehendes Fenster in die Wohnung kommen wollte. Es gelang ihr in letzter Sekunde, das Fenster zu schließen. Danach verschwand der Täter

(Jülo)
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