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Emmericher Straße in Kleve-Kellen
Viel mehr als nur eine Durchfahrtsstraße

Emmericher Straße in Kleve-Kellen: Viel mehr als nur eine Durchfahrtsstraße
Staus und Lastkraftwegen - auf der Emmericher Straße in Kellen nicht eben eine Seltenheit. FOTO: Evers
Kleve-Kellen. Studenten der Klever Hochschule Rhein Waal begeisterten etwa 50 Vertreter der Initiative Kellen mit vielen Ideen zur Verschönerung und Belebung der Geschäftswelt auf der vielbefahrenen Emmericher Straße.

"Wie kann es gelingen, der Emmericher Straße in Kellen mehr Charme einzuhauchen und attraktiver zu gestalten?": Um dieser Frage nachzugehen, trafen sich jetzt rund fünfzig Vertreter aus Geschäften und Betrieben der Emmericher Straße im Kellener Schützenhaus. Dort präsentierten Marketing-Studenten der Hochschule Rhein-Waal ihre ersten Ideen zur Verschönerung der stark frequentierten Verkehrs- und Einkaufsstraße. Unter der Leitung von Professor Dr. Dirk Reiser haben sich die Studenten des Kurses "Nachhaltiger Tourismus" an die Arbeit gemacht und den Kellener Geschäftsleuten aufgezeigt, wie es gelingen kann, die Emmericher Straße nicht nur zu verschönern, sondern auch zu beleben.

Die Studenten stellten ausgefallene und kreative Möglichkeiten zur Neugestaltung vor. Dabei arbeiteten sie mit Begrünungs und Beleuchtungselementen. Ausgefallene Kunstprojekte, spezielle Events oder auch räumliche Begegnungsstätten für Bürger oder Gäste rundeten den Ideenreichtum des Kurses ab.

"Es ist wichtig, dass die Initiative Kellen sich der Aufgabe widmet, das Straßen- und Standortmarketing der Emmericher Straße nach vorne zu bringen", betont Dieter Hüsch von der Firma MBH Moderne Bauelemente Hüsch, der gemeinsam mit Gerd Kleinmanns vom gleichnamigen Möbelhaus durch den Abend führte. Hüsch weiter: "Die Initiative hat sich in den letzten Jahren bereits aktiv mit der Neupositionierung der Emmerich Straße beschäftigt und mit tollen Charity-Aktionen der Händlerschaft Flagge gezeigt. Mit dem Hochschulprojekt bleiben wir am Puls der Zeit." Die Idee zur Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal kam seinerzeit von Dorothea Heeks vom Möbelhaus Kleinmanns, die so ihre weitreichenden Erfahrungen im grenzüberschreitenden Tourismus für die Initiative nutzen konnte.

Professor Dr. Reiser und seine Studenten haben bereits einen Folgeauftrag angenommen, der im Sommer dieses Jahres präsentiert werden soll. Hier wird es um Verschönerungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Bau der Ortsumgehung Kellen, der B 220 neu, gehen.

Die Aufgabe der Studenten wird sein, weitere Ideen und Möglichkeiten der Verschönerung im Zuge der Verkehrsberuhigung der Emmericher Straße aufzuzeigen. Dabei werden auch die Wünsche der Bewohner der Emmericher Straße und der Kellener Bürger mit einbezogen. Die Umgehung stellt die Händler vor große Herausforderungen. "Wir müssen uns dem Thema jetzt schon stellen," sagt Dieter Hüsch.

Somit holte die Initiative Kellen auch die Stadt Kleve ins Boot: Dr. Joachim Rasch von der Wirtschaftsförderung Kleve nahm übrigens an der Veranstaltung teil und zeigte sich begeistert von der Initiative und dem Hochschulprojekt. Er berichtete über anstehende Pläne der Stadt bezüglich der Ortsumgehung: "Ich sehe durch die Verkehrsberuhigung viele Vorteile, Potentiale und Chancen für die Emmericher Straße, sie kann so wieder zu einer echten Flaniermeile werden mit viel Aufenthaltsqualität."

Die Geschäftsleute der Initiative Kellen setzen mit ihrem Vorgehen Akzente. Sicherlich geht es zu einem späteren Zeitpunkt um die konkrete Umsetzung der Verschönerungsprojekte.

Und wer weiß, vielleicht hat die Initiative Kellen dann auch Chancen, aus dem jetzt diskutierten Verfügungsfonds zur Innenstadtbelebung (der Bund stellt Gelder für Verschönerungsmaßnahmen zur Verfügung) Fördermittel für die Verschönerung ihrer Emmericher Straße zu bekommen.

Quelle: RP
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