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Kleve
Volksbank-Vorstand verlängert Vertrag

Kleve: Volksbank-Vorstand verlängert Vertrag
Blumen für Severin-Peter Seidel (rechts) vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Geurts und Vorstands-Chef Frank Ruffing, von links. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Severin-Peter Seidel bleibt bis Ende 2018 im Amt. Die Bank ist weiter in Gesprächen über eine mögliche Fusion. Von Marc Cattelaens

Eigentlich wollte Severin-Peter Seidel bald in einem Vorstandsbüro einer Bank in Thüringen sitzen. Am 1. April 2014 hatte der heute 43-Jährige dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Volksbank Kleverland Hans Geurts die Kündigung seines Vertrags, der bis zum 31. August 2016 lief, überreicht. Seidel wollte mit seiner Familie in seine Heimatstadt ziehen, bei einer dortigen Bank die Altersnachfolge eines Vorstandsmitglieds antreten. Doch daraus wurde nichts. "Ich hatte die Stelle schon sicher. Dann änderte die Bank jedoch ihre Pläne. Weil sie fusionieren musste, wurde die ausgeschriebene Stelle nicht mehr besetzt", sagt Seidel. Jetzt bleibt er noch bis Ende 2018 in Kleve - die Volksbank Kleverland hat seinen Vertrag als "Vorstand Markt Folge" verlängert.

Seidel war Abteilungsleiter bei der Volksbank Kleverland, bevor er am 1. September 2006 mit 34 Jahren sein Vorstandsamt antrat. Ein Jahr zuvor war Frank Ruffing, ebenfalls aus Thüringen, als Vorstandsvorsitzender zu der Klever Genossenschaftsbank gestoßen. "Gemeinsam haben wir die Bank in elf Jahren aus einem tiefen Loch geholt", sagt Seidel rückblickend.

"Die Kündigung 2014 kam für uns alle sehr überraschend", sagt Hans Geurts. "Wir waren damals schon in Fusionsgesprächen. Eigentlich wollten wir erstmal abwarten, ob wir den Vorstandsposten nach dem Auslaufen von Seidels Vertrag zum 31. August verlängern wollen." Doch ob die Fusion kommt, ist noch ungewiss. "Die Gespräche laufen noch. Wir denken darüber nach, ob und wie wir zusammenkommen. Wir müssen nicht fusionieren, aber es kann sein, dass wir diesen Schritt in den nächsten Jahren definitiv gehen", sagt Geurts.

Aufsichtsrat und Vorstandsvorsitzender machten Seidel ein Angebot, das er offenbar nicht ausschlagen konnte: ein "Kurzzeit-Vetrag" bis Ende 2018. So lange muss Severin-Peter Seidel auf die ständige Nähe seiner Familie verzichten. Denn die - der 43-Jährige hat eine Frau und zwei Kinder - siedelte bereits Mitte 2015 nach Thüringen um. Seitdem lebt der Volksbank-Vorstand in Kleve zur Miete. Severin-Peter Seidel betont: "Wir sind immer noch glücklich verheiratet. Das ist gut machbar."

Seidel betont, dass er und Ruffing "nie ein schlechtes Verhältnis hatten" und er gemeinsam mit Ruffing "alles dafür tun will, als Volksbank Kleverland weiterhin selbstständig zu sein." Das Kreditinstitut stehe "mit beiden Beinen fest auf der Erde".

Quelle: RP
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