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Kleve
Von Party zu Party

Kleve. Keine neue Idee, nur ein neuer Veranstaltungsort: Was in anderen Städten schon lange gang und gäbe ist, gibt es am 10. April auch in Kleve – ein Kneipenfestival. Die Veranstalter knüpfen damit an das Konzept der Cocktailnacht an. Von Julia Lörcks

Konzerte, Auftritte und Partys gibt es in Kleve einige – was fehlt, ist die gebündelte Musikveranstaltung in der Schwanenstadt. Ein Abend, an dem Jung und Alt von Party zu Party pilgern können. Eine Nacht, in der die Besucher handgemachte Musik hören dürfen. Das Ganze nennt sich "Kneipenfestival" und findet am 10. April zum ersten Mal in Kleve statt. Los geht es um 21 Uhr.

Was in anderen Städten wie in Emmerich und Wesel schon lange gang und gäbe ist, wird jetzt auch in Kleve Wirklichkeit. "Wir haben keine neue Idee erfunden, wir wollten schon seit langem eine Kneipennacht in der Stadt installieren", sagt Ute Schulze-Heiming, Chefin von Kleve Marketing.

Schon vor zwei Jahren kam ihr der Gedanke. Auf Grund von verschiedenen Terminüberschneidungen findet die Tour jetzt im Frühjahr 2010 statt. Mit ins Boot geholt hat sie Kim Froning von der Projektagentur "Plan B" aus Havixbeck. Kein Unbekannter, schließlich hat er zweimal die Klever Cocktailnacht organisiert.

Somit knüpfen die Veranstalter an das bekannte und erfolgreiche Konzept an. Genauer gesagt machen sieben Kneipen in der Klever Innenstadt mit – Biertönnchen, Curry Q, Franziskaner, Haus Royen, Inges Bodega, Königsgarten und Le Journal. Jeweils eine Band oder ein Musiker gibt dort sein Können zum Besten. Ob Salsa oder Folk, Rock oder Country, Party oder Pop – da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

"Wir haben die verschiedenen Musiker in Abstimmung mit den Wirten ausgesucht. Schließlich sollen die Gäste an diesem Abend nicht siebenmal ,Summer of '69' hören. Und in einer kleinen Bar ist ein Solokünstler besser aufgehoben als eine Folk-Gruppe", sagt Kim Froning, der damit auch auf einen weiteren positiven Nebeneffekt der Veranstaltung aufmerksam macht.

Denn dadurch, dass man zum Preis von zehn Euro insgesamt sieben Bands in sieben Gaststätten hören kann, bekommt man auch etwas von Kleves Kneipen- und Kulturgut zu sehen. "Schon durch die Cocktailnacht haben die teilnehmenden Gaststätten neue Gäste bekommen. Das wird beim Kneipenfestival sicherlich auch der Fall sein", erklärt Froning.

Dass die Stadt und ihre Kneipen von sich reden machen müssen, davon ist auch Schulze-Heiming überzeugt. "Gerade im Hinblick auf die Studenten der Hochschule Rhein-Waal muss Kleve alles daran setzen, um so attraktiv wie möglich zu sein. Bei der Suche nach dem passenden Studiengang achten die Studierenden schließlich auch darauf, was in der Stadt so alles los ist", so die Marketing-Expertin.

Inge Borgemeester, Inhaberin der gleichnamigen Bodega, macht das gerne. Gleichzeitig hofft sie aber auch auf viele Besucher. Schließlich machen die Gaststätten nicht nur Werbung für sich, sondern investieren auch.

Quelle: RP
 
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