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Kleve-Kellen
Von Zwergenten und Kampfhühnern

Kleve-Kellen: Von Zwergenten und Kampfhühnern
Mit der Prämiierung der Tier durch die Fachjury wurde der Startschuss der Ausstellung gegeben. FOTO: Stade
Kleve-Kellen. Rasse-Geflügelzuchtverein Kleve richtet am Wochenende zum 63. Mal seine Grenzland-Schau im Haus Riswick aus.

Heute und morgen ist es auf Haus Riswick in Kleve-Kellen mit der Ruhe vorbei - an diesen Tagen ist bereits von weitem das Gackern der Hühner, das Krähen der Hähne, das Gurren der Tauben und das Schnattern der Enten bis hin zum warnenden Gänseruf zu hören. Alles wird dann noch übertönt vom Schreien der afrikanischen Perlhühner. 255 Tiere aus dem Bereich des Rassegeflügels stellen sich den kritischen Augen der vier Preisrichter und des einen Preisrichter-Anwärters.

In diesem Jahr richtet der Rasse-Geflügelzuchtverein Kleve nicht ohne Stolz seine 63. Grenzland-Geflügelschau aus. Und hinzu kommt noch die Kreisverbandsschau des Kreisverbandes Kleve-Geldern der Rassegeflügelzüchter.

Waren es im Jahr 2013 bei der 61. Grenzland-Geflügelschau, damals ebenfalls verbunden mit Kreisverbandsschau, noch 236 Tiere gewesen, so ist eine sehr erfreuliche Entwicklung mit einem Zuwachs von 20 Ausstellungstieren festzustellen. Diese positive Entwicklung spiegelt in gewisser Weise auch den Mitgliederzuwachs in den letzten beiden Jahren im Rassegeflügelzuchtverein Kleve und Umgebung wider.

Dr. Franz-Josef Stork, Leiter des Landwirtschaftszentrum "Haus Riswick", hat die Schirmherrschaft über die Schau übernommen. Sie wird am Samstag, 10.10., 10 Uhr im Beisein vieler Züchterinnen und Züchter eröffnet werden.

Aber es sind ja nicht nur "alte" Züchterinnen und Züchter, die ihre Tiere ausstellen. In der angeschlossenen Jugendschau stellen vier junge Züchter ihre Tiere vor, Holländische Zwerghühner, gold- und silberhalsig, Zwerg-Australorps in den Farben schwarz und blau-gesäumt sowie Zwerg-New Hamshire in goldbraun und dann sind da noch die ganz lustig anzuschauenden roten Zwerg-Strupphühner.

Aber auch die "Alten" bieten einiges auf: Perlhühner in azurblau (wer hat die schon mal gesehen?), kennfarbige Pilgrimgänse, bei denen man schon beim Schlupf aus dem Ei erkennen kann, ob es eine Gans oder ein Ganter ist. Blaue Steinbacher Kampfgänse sind da, aber auch die kleinen Zwergenten in silber-wildfarbig. In drei Farbenschlägen präsentieren sich die hier am Niederrhein erzüchteten Niederrheiner. Westfälische Totleger sind berühmt wegen ihrer herausragenden Legeleistung, sie stehen hier in den Farben silber und gold. Deutsche Zwerg-Lachshühner, erzüchtet aus einem französischen Fleischhuhn, und viele Zwerg-Wyandotten, die vom Indianerstamm der Huronen in den USA vor Jahrhunderten erzüchtet wurden, präsentieren sich in vier verschiedenen Farbenschlägen dem Auge des Besuchers. Erwähnenswert auch die kämpferischen und ebenso zutraulichen Zwerg-Dominikaner, deren große Geschwister von der ältesten Hühnerrasse der USA abstammen. Wir sehen dort Zwerg-Vorwerkhühner, eine ab 1900 in Deutschland von Oskar Vorwerk, Hamburg, erzüchtete Groß-Rasse, deren Zwergenvariante es erst seit 1965 gibt.

Diese Aufzählung ist lediglich beispielhaft, denn es sind viele weitere Rassen zu bestaunen. Nicht zu vergessen sind die Rassetauben, wie zum Beispiel Portugiesische Tümmler in der Farbe dominant-rot oder indigo-gehämmert sowie weitere Farbenschläge.

Und neben den schwarzen Kingtauben sind auch Coburger Lerchen gut vertreten.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Lassen Sie sich durch den rustikalen Charakter der zur Ausstellungshalle hergerichteten Maschinenhalle in eine wunderbar farbige und lebensfrohe Welt des Rassegeflügels entführen.

Sitzgelegenheiten geben ihnen Raum und Zeit für schöne und sicherlich gute Gespräche.

Der Eintritt ist kostenlos. Die Organisatoren bieten den interessierten Besuchern einen informativen und lehrreichen Ausstellungskatalog an.

Internet http://www.rgzv-kleve.de

Quelle: RP
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