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Kleve
Vorlese-Tag im Kur- und Klimahaus

Kleve. Für die Kinder der Willibrord-Schule in Kleve-Kellen ist morgen ein großer Tag: Sie machen nicht nur beim bundesweiten Vorlesetag mit, sie gehen auf Exkursion. Sternförmig schwärmen die Jungen und Mädchen der Schule am Freitag-Vormittag aus in die Stadt, die Menschen zu finden, die ihnen die Geschichten vorlesen. Die Tradition, dem gesprochenen Wort zu lauschen, soll beim Vorlesetag gefördert werden. Sie hilft den Schülern, Texte zu verstehen, dabei in der Fantasie Bilder entstehen zu lassen und sich die Inhalte vielleicht zu merken und weiter zu erzählen.

Die Schüler der ersten Klassen wandern in die katholische Bücherei Kellen, die der zweiten Klasse in die städtische Bücherei nach Kleve. Da gibt's dann für sie auch noch eine Führung durch das Haus der Bücher - und Vorleser Hans-Peter Bause lädt zum Zuhören ein.

Die dritten Klassen der Willibrord-Schule fahren ins Klever Museum Kurhaus. Hier wartet Rosemarie Kuhnen in der großen Wandelhalle vor den großen Porträts Klever Persönlichkeiten auf die Kinder, ihnen Geschichten vorzulesen. Nach dem Vorlesen erklärt Susanne Figner vom Museum den Jungen und Mädchen die moderne Kunst. Und das am griffigen Beispiel der Scan-Aktion des israelisch-britischen Künstlers Ori Gersht, mit dem jedermann zum Kunstwerk im Museum werden kann. Die Kinder können dann an einigen Beispiels-Scans sehen, wie die kleinen "Mini-Ichs" entstehen, die in der Vitrine des Museums gezeigt werden.

Für die Großen aus der vierten Klasse steht Großes auf der Tagesordnung: Sie dürfen in die Klever Hochschule Rhein-Waal. Dort steht der Tag unter dem Motto "Wasser". Im Klimahaus der Hochschule wird ihnen zwischen Bananen und Mangos ein afrikanisches Märchen erzählt. Studierende des Bachelorstudiengangs "Frühkindliche Bildung" organisieren in der KLEX-Lernwerkstatt spannende Lese- und Mitmachaktionen für die Kinder. In der Fakultät Technologie und Bionik können die Kinder neben U-Booten und Aquarien mit Roboter-Fischen spannenden Meeresgeschichten lauschen.

Klaus Colter hat zur Förderung des Lesens jetzt einen "offenen Bücherschrank" in der Schule aufgestellt. Da kann jeder, der ein Buch hineinstellt, ein anderes mitnehmen. Zum Lesen oder auch zum Vorlesen.

(mgr)
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