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Kleve
Vorsorgen gegen Darmkrebs

Was ist Darmkrebs?
Was ist Darmkrebs? FOTO: AP
Kleve. Der März ist der "Darmkrebsmonat". Aus diesem Grund sitzen am Mittwoch, 17. März, die Experten Hans Olejnik, Karsten Gadow und Volker Jurisch am RP-Telefon und beantworten Fragen zur Krankheit und ihrer Verhinderung. Von André Schahidi

kreis  Kleve Darmkrebs kommt leise. Er ist tückisch, kündigt sich hinterhältigerweise nicht an. Es tut nichts weh. Zumindest am Anfang. Wenn dann irgendwann doch einmal die ersten Symptome – wie ein ständiges Verstopfungsgefühl oder Blut im Stuhl – auftreten, hat der "heimliche Killer" meistens bereits zugeschlagen. 73 000 Neuerkrankungen werden immer noch im Jahr gezählt, es ist die zweithäufigste Tumorart. 26 000 Todesfälle sind jedes Jahr aufs Neue zu beklagen.

Experten am RP-Telefon

Dabei müsste das alles gar nicht sein. "Darmkrebs muss man nicht kriegen", sagt Dr. Johannes Olejnik. Durch Vorsorgeuntersuchungen lässt sich die Krankheit sehr früh erkennen – und verhindern. Doch viele Menschen haben Angst vor einer Darmspiegelung. Aus diesem Grund sitzen Dr. Olejnik und seine beiden Kollegen Dr. Karsten Gadow und Dr. Volker Jurisch am Mittwoch von 17 bis 18 Uhr am RP-Telefon: Sie beantworten die wichtigsten Fragen rund um Vorsorge, Früherkennung und Behandlung der Krankheit – und versuchen, die Ängste der Patienten vor den Untersuchungen zu nehmen. Ab 17 Uhr erreichen die RP-Leser Dr. Olejnik unter Tel. 02821 59826, Dr. Gadow unter Tel. 02821 59824 und Dr. Jurisch unter Tel. 02821 59835.

Darmkrebs leicht zu verhindern

"Eine Darmspiegelung ist unbedingt zu empfehlen", sagt Johannes Olejnik. "Die Kassen übernehmen ab einem Alter von 55 Jahren die Kosten – das Angebot sollte man nutzen." Der Mediziner sagt, dass in etwa 30 Prozent der Untersuchungen Polypen im Darm gefunden werden. "Diese sind zwar gutartig – können aber eine Vorstufe zu bösartigen Tumoren sein", sagt der Mediziner. Diese Polypen sind leicht zu entfernen. "Das machen wir direkt während der Darmspiegelung", sagt Olejnik. Und danach ist für gut zehn Jahre Ruhe. "Darmkrebs braucht mindestens diese Zeit, um sich zu entwickeln", sagt der Arzt, weswegen auch eine Vorsorgeuntersuchung alle zehn Jahre ausreicht.

Trotz der guten Prophylaxe nutzen nur etwa zehn Prozent der Vorsorgeberechtigten das Angebot der Untersuchung. Dabei sinkt die Überlebensrate signifikant, wenn sich der Krebs bereits entwickelt hat – wenn sich irgendwann Metastasen gebildet haben, besteht nur noch in einem von 20 Fällen die Hoffnung auf Genesung. "Das Böse an der Krankheit ist einfach, dass die Symptome erst so spät auftreten."

Der Arzt meint, dass der Gesundheitsgedanke die Angst vor der Untersuchung auf jeden Fall besiegen sollte. "Die Untersuchung ist schmerzfrei. Und die Vorbereitung ist auch echt einfach", sagt Olejnik. Ein Satz, den er am Telefon sicherlich noch ein paar Mal wiederholen wird.

Quelle: RP
 
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