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Kreis Kleve
Waidmannsheil im Wunderland

Kreis Kleve. Die erste Jagd- und Angelmesse soll 3500 Besucher nach Kalkar gelockt haben. Von Ludwig Krause

Jagdflinten und Angelrouten, Hunderassen und Greifvögel: Das Wunderland Kalkar hat am Wochenende zur ersten Jagd- und Angelmesse eingeladen, Veranstalter wie Aussteller ziehen eine positive Bilanz: 3500 Besucher sollen an den 107 Ständen vorbeigeschlendert sein. "Wenn man etwas zum ersten Mal macht, muss man immer schauen: Wie kommt es an? Was kann man verbessern?", sagt der Geschäftsführer des Wunderlands, Han Groot Obbink. Der ist zwar weger Angler noch Jäger, hat aber einen ausgeprägten Geschäftssinn. "Der Niederrhein ist eine Region, in der Beides viel betrieben wird. Darum ist auch so viel los", sagt der Niederländer.

Tatsächlich befindet sich die Jagd auch im Kreis Kleve im Wandel. Zwar sei die Gesamtzahl der Jäger nach wie vor auf hohem Niveau stabil. Von insgesamt 1400 Jagdscheinen habe man zuletzt aber ganze 800 an ausländische Jäger verteilt, wie die stellvertretende Landrätin Hubertina Croonenbroek bei der Eröffnung sagte. Dementsprechend schauten auch wieder zahlreiche Niederländer in Kalkar vorbei. "Ich denke, dass wir auch ein Wirtschaftsfaktor am Niederrhein sind", sagte Kreisjagdberater Gerhard Thomas. Das zeige nicht zuletzt das reichhaltige Angebot der Messe. Besucher konnten an den Ständen nicht nur das neueste Jagdzubehör besichtigen - vom passenden Gewehr und Messer bis hin zu den richtigen Schuhen und wetterfester Kleidung. Auch wer die Natur nur anschauen und sie nicht gleich erlegen möchte, kam im Wunderland auf seine Kosten. Vorträge, Workshops und Showkochen gab es in den Messehallen, im Innen- wie Außenbereich konnte man Jagdhunden wie Dackel, Münsterländer oder Weimeraner bei der Arbeit zuschauen. "Hier wird das ganze Spektrum von Natur und Jagd dargestellt", sagt Bürgermeister Gerhard Fonck. Dass dauerhaft so viele Besucher nach Kalkar kommen, würde zeigen, wie sehr sich die Messe in Kalkar etabliert habe. "Und das bei den verschiedensten Themen. So ist das Wunderland regelrecht ein Botschafter für die Stadt Kalkar", sagt Fonck.

Und wer sich nicht mit der Jagd-Szene auskannte, konnte gleich reichlich Neues dazulernen. "Wie heißen eigentlich diese tollen Geräte?", fragte Han Groot Obbink das Bläserkorps des Hergerings Kalkar. "Jagdhorn", antworteten die trocken. Man lernt eben nie aus.

Quelle: RP
 
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