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Kranenburg
Waldspazieren von 20 Parkplätzen aus

Kranenburg. In seinem Büchlein "Spazieren ab Parkplätzen am und im Reichswald" skizziert Eelco Hekster Routenvorschläge. Ein "Waldführer" mit 200 Fotos ist entstanden, der auch in niederländischer Sprache erhältlich ist. Von Hans Rühl

"Spazieren ab Parkplätzen am und im Reichswald". Keineswegs will der kleine Bildband mit dieser Überschrift nur motorisierte Leute für den 516 Hektar großen Reichswald interessieren. Der frühere Bildband "Reichswald" hat gerade die Anrainer und Menschen aus der Umgebung angesprochen. Das beweist nicht nur die Tatsache, dass die 300 Exemplare wie warme Semmel weggingen. Selbst waldkundige Leser fanden Anregungen, demnächst noch weitere ihnen bislang unbekannte Stellen aufzusuchen. Fußgänger, Radler (oft in Pulks oder auf Mountain Bikes) und Reiter sind Hiesigen längst vertraute Bilder.

In seinem zweiten Bildbändchen, das auch in niederländischer Sprache erhältlich ist, liefern die amtlichen Parkplätze am und im Reichswald die Überschriften für die einzelnen Kapitel, die sehenswerte Stellen beschreiben und auf Flur- wie Ortsnamen eingehen, also eher sofort verständliche Infos vermitteln wollen. Spazieren unterscheidet sich vom Wandern, das oft in mehrtägigen Etappen ein bestimmtes Ziel anstrebt. Spazieren lässt es gemächlicher angehen, man läuft nicht so schnell, macht seine Runden und unterhält sich, sofern man nicht allein ist. Schließlich kehrt man nach Hause oder zuvor zu seinem Auto zurück.

Seine erste Aufgabe sieht der schnell diesseits der Grenze zum Heimatfreund gewordene Autor darin, den motorisierten Naturfreunden aus weiter entfernt liegenden Gegenden (hier Raum zwischen Maas und Rhein von Arnheim bis Goch) die Anfahrt zu den offiziellen Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrzeuge zu erklären. Das geschieht durch Kartenausschnitte und Straßennennungen. Hekster hat alle beschriebenen Wege, Orte und interessanten Stellen selber aufgesucht und sich bei (früheren) Forstbediensteten umhört. Sein häufigster Begleiter dürfte dabei Valentin Zillig gewesen sein, ein Grafwegener Urgestein. Seit geraumer Zeit wohnt er Nütterden in der Nähe Heksters. Das Buch bringt nach einem Vorwort und einer kurzen Entwicklungsgeschichte des Reichswaldes samt einer Orientierungshilfe jeweils nützliche Tipps für die mit Buchstaben und Nummern gekennzeichneten Waldwege in der Nähe der einzelnen Parkplätze. Verlaufen kann man sich kaum: Da der Wald in rechteckige Abteilungen (früher Jagen genannt) - Größe knapp 800 m x 400 m - unterteilt ist, braucht man nur dreimal links oder dreimal rechts abbiegen, um seinen Ausgangspunkt wiederzufinden. Hekster beginnt in Kranenburg oben am Galgensteeg mit "P 1 Hövel". Von hier wie vom nahen östlichen Waldrand hat man ein herrliches Panorama vor Augen - es reicht von den Groesbeeker Höhen über die Niederung mit Arnheim und dem Eltenberg im Hintergrund bis über Kleve. Gegen den Uhrzeigersinn folgen die Parkplatz-Kapitel dem Waldrand, wobei die im Wald liegenden Abstell-Plätze an gegebener Stelle einbezogen werden. So geht es nach Grafwegen, wo man durchweg mehr Autos mit gelben statt weißen Nummernschildern findet, nach Kessel mit dem Nierswanderweg, in die jungen Dörfer Nierswalde und Reichswalde, über Materborn nach Nütterden zu den sieben Quellen, nach Schottheide und Frasselt , um dann im Klever Kreiswald mit dem Sternberg und den Kuranlagen das Thema zu beschließen. Rund 200 Farbfotos begleiten die Informationstexte. Also: Auf in den jetzt besonders grünen Wald! Der neue "Waldführer" gibt dazu manchen nützlichen Tipp.

Quelle: RP
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