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Kleve-Warbeyen
Warbeyen feiert drei Tage lang Erntedank

Kleve-Warbeyen: Warbeyen feiert drei Tage lang Erntedank
Viel farbenfrohes Obst und Gemüse war zu sehen - so auch bei Erntekönigin Claudia Dreier in festlichem Ornat. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve-Warbeyen. Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Umzug, bei dem 15 geschmückte Wagen und Fußgruppen ihre Runde durchs Dorf zogen. Erntekönigin war Claudia Dreier. Von Antje Thimm

"Knapp 750 Einwohner hat unser Dorf, mehr als 200 haben aktiv das Erntedankfest vorbereitet und mitgestaltet, das ist schon eine sehr gute Beteiligung", sagte Jürgen de Greeff, Vorsitzender des Heimatvereins Warbeyen. Die restlichen Einwohner blieben auch nicht fern, als die 15 geschmückten Wagen und Fußgruppen ihre Runde durch das Dorf zogen, um gemeinsam den Erntedank zu begehen.

Drei Tage wurde gefeiert in Warbeyen, und es war für alle Altersstufen etwas dabei: Angefangen mit der Beach-Party für die Jugend am Freitagabend, über die "Party im Paradies" mit der Live-Band Sunset am Samstag, die Musik aus Rock und Pop für die etwas älteren Jahrgänge spielte, bis hin zum Erntedankzug am Sonntag. Für die Feierlichkeiten war im Dorfzentrum ein großes Festzelt errichtet, das Raum bot für Kaffee und Kuchen am Nachmittag, Getränkeausschank und Tanz am Abend.

Blickfang: Der Fußballverein VFR Warbeyen hatte einen riesigen Apfel mit gelben und roten Blumen gestaltet. FOTO: Stade Klaus-Dieter

Der Erntedankzug begann traditionell mit der feierlichen Segnung der teilnehmenden Gruppen durch Pastor Shanthi und einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden Jürgen de Greeff, in der er allen dankte, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Dann hieß es "Aufsitzen", und die Vorbeiziehenden zeigten viele kreative Ideen zum Thema Ernte und Natur. Drei Jugend- und Kindergruppen hatten ganz selbstständig ihren Beitrag vorbereitet, wie Jürgen de Greeff betont. Viel farbenfrohes Obst und Gemüse war zu sehen und bunt bemalte Transparente, ansteckende Fröhlichkeit und Spaß an der Sache bei allen, so auch bei Erntekönigin Claudia Dreier in festlichem Ornat und einer großen Fußgruppe der Jugendgruppe Warbeyen. Gärtner und "Fietser" gingen als Fuß- und Radgruppen, manche mit Roller oder Skateboard. Auch aktuelle Themenwagen fehlten nicht, zum Beispiel zu einer Serie von Einbrüchen in jüngster Zeit: "Der Diebe reicher Ernte-Dank stammt aus des Bauern Werkzeugschrank."

"Onse worm wett watt schmeckt" war zu lesen auf dem Wagen der alten Herren vom Fußballverein VFR Warbeyen. Sie hatten einen riesigen Apfel mit gelben und roten Blumen gestaltet, ein Blickfang an diesem herbstlich sonnigen Nachmittag. Zwei Musikkapellen aus den Niederlanden zogen als Gäste mit und machten Stimmung mit modernen, flotten Songs.

Da ein Erntedankzug auch immer eine kleine Oldtimer-Trecker-Parade ist, knatterten viele blank geputzte alte Hanomags, Deutz und Güldener vorbei, Fahrzeuge, die als Erntehelfer auch heute offensichtlich noch nicht ganz ausgedient haben.

Nach dem Zug feierten die Warbeyener weiter im Zelt - zu Live-Musik und einer großen Tombola. Losfee war hier natürlich die Erntekönigin. Zum Ausklang des familiären Dorffestes gab es "allerbeste Musik vom Plattenteller" wie schon der Flyer zum dreitägigen Erntedank verriet.

Quelle: RP
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