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Kalkar-Appeldorn
Wehr übte bei Pfeifer & Langen

Kalkar-Appeldorn. Austritt von giftigen Gasen, Brand im Ölpumpenhaus und am Kalkofen, vier, teils schwerstverletzte Angestellten bei Pfeifer & Langen in Appeldorn - so sah das Szenario der Gesamtwehrübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar aus, das sich die Wehrführung Georg Bouwmann, Helmut Hessel und Roland Matenaer ausgedacht hatte. In enger Absprache mit der Geschäftsleitung und der werkseigenen Betriebsfeuerwehr muss aber auch ein solch schlimmes Ereignis unter möglichst realen Bedingungen geübt werden.

Ohne dass die Feuerwehrleute davon wussten, fand die Großübung statt. Alarmiert wurde um 18.30 Uhr der Löschzugs Nord (Wissel, Grieth, Emmericher- Eyland/ Huisberden) und um 18.32 Uhr der Löschzug Kalkar Mitte sowie der Löschzug Ost (Appeldorn, Hönnepel, Niedermörmter) über Meldeempfänger. Bei Pfeifer und Langen hörte man den an- und abschwellenden Sirenenton der betriebseigenen Sirene über etwa drei Minuten.

Die Situation: Auf dem Betriebsgelände der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen waren vier Mitarbeiter damit beschäftigt, Reparaturarbeiten am Kalkofen in etwa 35 Metern Höhe durchzuführen. Durch eine unerwartete Reaktion traten giftige Gase aus, wodurch zwei Mitarbeiter bewusstlos zusammenbrachen und auf der Gitterrostbühne liegen geblieben sind. Der dritte Mitarbeiter konnte sich auf die nächst höhere Bühne retten. Der vierte Arbeiter hatte versucht über die Treppe zu flüchten und stürzte dabei über das Geländer etwa 20 Meter in die Tiefe. Er blieb schwerstverletzt zwischen Stahlbauteilen liegen.

Nach 90 Minuten hatte die Kalkarer Wehr die Lage unter Kontrolle. 58 Kameraden der Gesamtwehr der Stadt Kalkar waren an der Übung beteiligt, zu der zwölf Einsatzfahrzeuge benötigt wurden. Sechs Mitglieder der Betriebsfeuerwehr von Pfeifer & Langen waren in den Einsatz eingebunden.

Die Übung verlief erfolgreich, denn die Zusammenarbeit zwischen den Löschzügen und der Betriebsfeuerwehr erfolgte reibungslos. Die Leitung der Einsatzabschnitte und Aufteilung unter der Wehrführung konnte wie geplant umgesetzt werden, auch die Begleitung je eines Mitarbeiters der Betriebsfeuerwehr wurde positiv erwähnt. Bei Suppe wurde mit kühlen Getränken im Anschluss auch noch verdientermaßen der Durst gelöscht.

Quelle: RP
 
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