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Die Kindergartenserie
Weil die Erde schief steht, kommt Frost

Die Kindergartenserie: Weil die Erde schief steht, kommt Frost
Lea mit der Taschenlampe symbolisiert die Sonne, Matti mit den dicken Handschuhen den Frost. Der kann überall dort sein, wo die Sonnenstrahlen nicht direkt auf die Erde treffen. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Start der neuen Kindergartenserie: Die vier Jahreszeiten haben ihren Grund. Schuld daran ist die Schrägstellung unserer Erde. Weil wir auf der Nordhalbkugel leben, ist es drei Monate lang im Winter so richtig kalt. Manchmal schneit es sogar. Von Bianca Mokwa

Kleverland Wenn man sich den Winter als Menschen vorstellen würde, dann wäre das ein Mann mit einem dicken, wärmenden Mantel, einer schneebedeckten Mütze, hohen Stiefeln und großen Handschuhen. In einigen Ländern haben die Leute tatsächlich so ein Bild vor Augen, wenn sie an den Winter denken. Der Mann, der die Kälte bringt heißt dort Väterchen Frost.

Tatsächlich kommt aber nicht ein Kerl im dicken Mantel mit einem Sack voll Schnee vorbei und sorgt dafür, dass es endlich Winter bei uns wird. Auch wenn das eine schöne Vorstellung wäre und man an ihn einen lange Brief schreiben könnte, mit dem Wunsch, dass es doch endlich schneien möge.

Dass es bei uns Winter wird, hat mit der Sonne zu tun. Die scheint immer. Und die ist auch immer gleich heiß. Ein Jahr braucht die Erde, bis sie einmal um die Sonne gewandert ist. Dabei steht sie leicht schräg zu dem großen, strahlendem Himmelskörper. Das ist so, als ob ihr euren Kopf schief legt. Wenn dann eine Lampe euch anleuchten würde, dann würdet ihr von ihrem Licht nie so ganz direkt angestrahlt. Zwar ist die Sonne im Winter unserer Weltkugel näher als im Sommer. Sie ist aber immer noch 147 Millionen Kilometer von uns entfernt. Das ist ganz schön weit weg. Das ist soviel wie etwa 3700 Mal um die Erde rum oder 193 Mal zum Mond hin und zurück.

Es gibt aber auch Orte auf der Erdkugel, für die ist es völlig egal, ob die Erde schräg steht oder nicht. Die Sonne scheint das ganze Jahr geradewegs auf sie drauf. Tag und Nacht gibt es dort trotzdem, aber eben keinen Winter. Das sind die Länder am Äquator. Der liegt wie ein Gürtel um die Mitte der Erdkugel. Anders ist es am Nord- und Südpol. Dort treffen die Sonnestrahlen nicht direkt auf. Deswegen ist dort das ganze Jahr über Eis und Schnee. Die vier Jahreszeiten, wie wir sie kennen, gibt es weder am Äquator, noch am Nord- und Südpol.

Unser Winter beginnt laut Kalender am 21. Dezember. Wenn man das Jahr in vier Teile aufteilt, also für Frühling, Sommer, Herbst und Winter, dann gehören Dezember, Januar und Februar zu den Wintermonaten. In diesem Monaten ist es kälter als in den übrigen des Jahres. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch mal im April schneien kann. Das Wetter, oder Väterchen Frost, halten sich nicht an den Kalender. Aber normalerweise ist es in den Wintermonaten kalt und mit viel Glück gibt es auch Schnee und Eis.

Quelle: RP
 
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