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Kreis Kleve
Wenn es Liebe ist...

Kreis Kleve: Wenn es Liebe ist...
Annabel Gräfin von Arnim stellt mit Franz Engelen in Uedem ihr Buch über die Niederrheinlande vor. FOTO: Gottfried Evers
Kreis Kleve. Von der Natur am Niederrhein und im Grenzgebiet zu Holland ist Annabel Gräfin von Arnim fasziniert. 14 ihrer liebsten Orte und Touren hat sie festgehalten - im Bildband "Geliebte Niederrheinlande". Von Nicole Scharfetter

Wenn Annabel Gräfin von Arnim den schönsten Ort am Niederrhein benennen soll, muss sie nicht lange überlegen. Ein Handgriff reicht, und sie hat das dritte Kapitel ihres neuen Buches aufgeschlagen. Die Seiten, auf der ihre Heimat abgebildet ist, ihr Uedemerfeld, das malerische Idyll, mit seinen Feldern und Wiesen und schmalen Wegen. So schmal, dass kaum ein Auto drauf passt, so schmal, dass Fahrradfahrer absteigen, wenn sie sich begegnen, so schmal, dass sie am besten zu Fuß erkundet werden.

"In Uedemerfeld, diesem langgezogenen Tal, liegen die Höfe schwer und ruhig in einer langen Reihe", schreibt sie in "Geliebte Niederrheinlande" - das vierte Buch, das Annabel Gräfin von Arnim gemeinsam mit dem Pagina-Verlag nun veröffentlicht hat. Das Uedemerfeld ist ihre Heimat, dort ist sie geboren, dort ist sie groß geworden. In Uedemerfeld kennt sie viele Ecken, doch die Gräfin wollte noch mehr kennen. So entstand die Idee zum Bildband: "Ich habe mir einen Plan zurechtgelegt mit allem, was ich sehen will", sagt Annabel Gräfin von Arnim. Weil sie so begeister ist von der wunderbaren Landschaft in ihrer Heimat, am gesamten Niederrhein, ja bis hinter die niederländische Grenze. Bewusst wählte sie also den Titel Niederrheinlande.

14 Touren hat die Gräfin gemacht, kramte in Kleves Geschichte, erkundete die Rheinniederungen zwischen Xanten und Kalkar, erklomm das Pfalzdorfer Plateau und entdeckte ihre Liebe zu den Maasduinen. Besonders angetan ist Annabel Gräfin von Arnim von den vielen Höhenzügen. "Die Aussichten sind so schön", erzählt sie.

Diese Aussichten hat die Autorin fotografiert, aus einer Handvoll Bildern wurden Stapel, aus Stapeln Kartons. "Irgendwann habe ich die Bilder sortiert", sagt die Uedemerin. Anschließend schrieb sie. Über den Niederrhein, über das, was sie gesehen und gehört hat. Oder eben nicht gehört hat, die Landschaften sind oft still. "Sie überwältigen nicht, sie drängen nicht auf. Sie erschließen sich nicht dem flüchtigen Reisenden. Und doch offenbaren sie jenem, der sie mit offenen Augen durchstreift, ihre verborgene Schönheit." Mit diesen Worten beginnt sie ihr Buch, das sie zusammengestellt hat für alle, die den Niederrhein lieben und entdecken wollen. ",Geliebte Niederrheinlande' ist auch eine ideale Ergänzung für Touristen", findet Verleger Franz Engelen. Weil es so viele Geheimtipps weit ab vom Schuss gibt.

Von sich selbst gibt Annabel Gräfin von Arnim nicht so viel preis. Sagt sie. "Das habe ich schon längst in meinen anderen Büchern aufgeschrieben." Wer aber genau hinschaut, der erkennt dennoch viel von der Autorin. Ihr Auge für Schönes zum Beispiel, so wie sie auch zuhause viel Wert darauf legt, dass es schön ist. Die Perfektion - "zu manchen Stellen bin ich vier Mal gefahren, bis ich das perfekte Bild hatte" - wie die Gräfin sie auch im Blumenbeet vor ihrer Haustür ausdrückt. Ihre zuvorkommende und freundliche Art, die sie ihren Gästen entgegenbringt.

Genau in dieser Art schreibt Annabel Gräfin von Arnim auch ihre Texte. Sie will, dass der Leser sich eingeladen, ja geradezu dazu aufgerufen fühlt, eine Tour zu machen. Durch ihr geliebtes Niederrheinlande.

Quelle: RP
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