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Kleve
Wilhelm Schlote signierte Kleve-Plakate

Kleve. Buntstiftmaler Wilhelm Schlote hat nach vielen Jahren drei neue Plakate für den Kreis- und die Stadt Kleve entworfen. Diesmal mit einer aufwendigen, dreidimensionalen Technik. Zur Herausgabe war der berühmte Künstler vor Ort. Von Natalie Urbig

Wilhelm Schlote kam persönlich. Ein Strauß angespitzter Buntstifte ragt aus seiner Hemdtasche, zum Signieren greift der bekannte Künstler jedoch zu einem kleinen Bleistift. "Jemand hat mal gefragt, warum ich all das mache", erzählt Schlote als er den Stift ansetzt und sein berühmtes Strichmännchen zu Papier bringt. Die Antwort, die er damals gegeben hat, verrät er sogleich: "Um Spuren zu hinterlassen."

Wilhelm Schlote hat nach vielen Jahren wieder drei neue Plakate für Kleve und Umgebung gemalt. Bei der Herausgabe im Kunsthaus Elbers war der ehemalige Wahl-Pariser selbst anwesend, signierte seine Werke und sorgte damit für neue Spuren. Seine Widmung prangt nun etwa auf dem neuesten Plakat des Kreises Kleve - es ist eines der ersten, das in der Galerie von Ulrike Becker, seinen neuen Besitzer gefunden hat. Zu den neuen Stadtbildern gehört ein Kreisplakat, auf dem Wilhelm Schlote alle 16 Kommunen mit ihren Wahrzeichen verewigt hat.

Auch für die Stadt Kleve hat Schlote ein aktuelles Plakat mit neuen Zeichnungen kreiert. Zu sehen sind markante Orte und Persönlichkeiten, festgehalten in fröhlich-leichten Buntstiftstrichen: Der Tiergarten Kleve, das Amphitheater, die Hochschule Rhein-Waal, das Museum Kurhaus, der Bahnhof und natürlich die Schwanenburg ragen im wahrsten Sinne des Wortes hervor. Denn das besondere an den neuen Schlote-Plakaten ist, dass die mit einer aufwendigen 3D-Technik gestaltet wurden. Die einzelnen Bilder wurden mit einem Abstand von einigen Millimetern auf den Hintergrund aufgesetzt, so dass sie plastisch hervorragen.

Die Ideen für die Motive sind gemeinsam mit dem Kranenburger Galeristen, Georg Friedrichs, entstanden mit dem Schlote eine langjährige Freundschaft pflegt. Auch sonst ist der berühmte Künstler mit dem Kreis Kleve verbunden: Ein weiterer Freund ist der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Hans-Josef Kuypers. Wilhelm Schlote entwirft außerdem den Hochschulpreis, der alljährlich von der Kreis WFG verliehen wird, gestaltet den Adventskalender des Rotary Club Schloss Moyland und ist für das Buch: "Mein Leckerland - eine Traumreise durch den Kreis Kleve" verantwortlich.

Das Kreisplakat Kleve ist das erste Plakat, das der Künstler mit der dreidimensionalen Technik erstellt hat. Es folgte das Stadtplakat Kleve und das der Städte Berlin, Köln, Heidelberg und Münster. Die Idee, die Kleve-Plakate diesmal in einer 3D- Optik zu gestalten, kam von Georg Friedrichs. Zunächst hatte Schlote Bedenken: "Ich habe gedacht, dass die Zeichnung durch diesen Effekt verfremdet", erzählt der Künstler, der seine Werke bislang ausschließlich zweidimensional aufs Papier gebracht hat. In der Kranenburger Galerie-F hat er dann eine Künstlerin gesehen, die mit dieser Technik arbeitet. Schlote war fasziniert und wagte das Experiment. Mit dem Ergebnis ist er durchaus zufrieden: Als er seine Buntstiftmalerei zum ersten Mal in einer neuen Dimension sah war er auf Anhieb begeistert: "Dadurch entsteht eine völlig andere Lebendigkeit", sagt er. Das Kreis- und Stadtplakat Kleve haben beide eine Auflage von 300 Stück und sind bis zum Ende des Jahres noch für den Vorzugspreis von 498 Euro - inklusive eines Kastenrahmens, der den dreidimensionalen Effekt unterstreicht - zu haben.

Außerdem gibt es mit einer Auflage von 50 Stück ein kleineres Plakat, das in der Größe von 30 mal 40 Zentimeter, Motive aus Kleve in verschiedenen Zusammenstellungen zeigt.

Quelle: RP
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