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Kleve/Goch-Kessel
Windkraft-Infos für Waldjugend

Kleve/Goch-Kessel: Windkraft-Infos für Waldjugend
Blick auf die Teilnehmer des Waldspaziergangs zum geplanten Windpark. Es spricht Alex Berthe von der Waldjugend. FOTO: Markus van Offern
Kleve/Goch-Kessel. Windkraft ist im Kreis Kleve momentan ein großes Thema. Zwölf Windräder sind allein im Reichswald, nähe Kessel, geplant. Jetzt gab es eine Informationsveranstaltung zum Thema Reichswald und Windkraftanlagen für Kinder und deren Eltern. Mit der Waldjugend Kleve, deren Mitglieder sich für den Wald und die Natur einsetzen, organisierte Bettina van Meegen, Mitglied der deutsch/niederländischen Gruppe "Gegenwind", eine Wanderung durch den Reichswald zum Windmessmast. Von Ann-Lea Woitge

"Ziel ist es, die Kinder über den Wald als solches zu sensibilisieren", sagte Bettina van Meegen. Der Spaziergang hielt Informationen zur Geschichte des etwa 10.000 Jahre alten Reichswaldes bereit, die Besichtigung eines Biotops sollte über die Lebewesen informieren und es wurde über den Bau von Windkraftanlagen gesprochen. "Uns war vor allem wichtig, dass die Kinder ihren Wald kennenlernen." So sollen Kinder besser verstehen, welche Gefahren die Umsetzung der Windkraftanlagen im Reichswald bereithalten. Trotz des Regens fanden sich etwa 30 Kinder und Erwachsene zusammen und erhielten eine Führung. Der holländische Ornithologe Dick Vissers und Eulenfachmann Benny Müsters sprachen über die Bewohner des Reichswaldes und ebenso über die vom Aussterben bedrohten Tiere, wie den Hirschkäfer, den Schwarzspecht und den Wespenbussard. Besonders überrascht waren die Kinder über die Tatsache, dass eine Hand Waldboden über sieben Milliarden Lebewesen enthalte. "Der Boden spielt eine sehr große Rolle für das Überleben des Waldes. Die Lebewesen halten ihn locker, so dass Bäume wurzeln können und Wasser einsickern kann", sagt van Meegen.

Durch den geplanten Bau der Windräder sei der Waldboden erheblich gefährdet. Laut van Meegen sei der Reichswald auf Grund von Industrie und Häuserbauten bereits um über 50 Prozent geschrumpft. Die grenzüberschreitende Aktion sollte den Kindern anschaulich machen, wie Windräder den Wald verändern. "Windräder sind um einiges höher als der Kölner Dom. Mit über 200 Metern Höhe also um ein Fünf-faches höher als eine große Eiche." Abschließend erhielten die Teilnehmer ein Quiz zum Thema, welches sie im Kreise der Familie bearbeiten können.

Quelle: RP
 
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