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Kranenburg-Grafwegen
Windkraftgegner rufen zu Eingaben gegen den Regionalplan auf

Kranenburg-Grafwegen: Windkraftgegner rufen zu Eingaben gegen den Regionalplan auf
Ein freigeräumter Bauplatz im Wald. So ähnlich könnte es auch im Reichswald aussehen befürchten die Gegner der Windkraftanlagen. FOTO: privat
Kranenburg-Grafwegen. Die deutsch-niederländische Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" wehrt sich gegen geplante Windkraftanlagen am Kartenspielerweg im Reichswald. Nun ruft der Verein die Bürger auf, Eingaben zum neuen Regionalplan zu machen, um ihre Bedenken zu äußeren.

Der Regionalplan, das ist der Plan, der festlegt, wie sich die Region in den nächsten 20 Jahren entwickeln kann, weist Flächen im Reichswald aber auch Waldgebiete in anderen Kommunen als mögliche Windkraftzonen aus. Stellungnahmen der Bürger nimmt die Bezirksregierung Düsseldorf nur noch bis zum 31. März per E-Mail oder per Post entgegen.

Hubert Zillig, einer der Vorsitzenden des Vereins Gegenwind im Reichswald, sagt: "Wir können nicht nachvollziehen, weshalb für den Bau neuer Windkraftanlagen Waldgebiete zerstört werden sollen, die für Mensch und Tier enorm wertvoll sind. Umso weniger, wenn es sich wie im Fall des Reichswalds um einen mit kulturhistorischer Bedeutung handelt, in dem sich ein Natura 2000 Gebiet befindet."

Neben einem fünf Kilometer langem und 400 Meter breiten Gebiet am Kartenspielerweg im südwestlichen Gebiet des Reichswalds gehören zu den im Regionalplan dargestellten Windenergiebereichen unter anderem Waldflächen entlang der B504, der L484, ein Waldgebiet östlich von Goch sowie fast der gesamte Tannenbusch südlich von Bedburg-Hau. Gut ein Drittel des Hochwalds südwestlich von Marienbaum ist als sogenannter Windenergievorbehaltsbereich ausgewiesen. Der Entwurf des Regionalplans ist online über die Website der Bezirksregierung Düsseldorf einzusehen: www.brd.nrw.de/planen_bauen/index.jsp Eine gedruckte Ausfertigung liegt im Kreis Kleve bei der Kreisverwaltung aus (Nassauerallee 15-23, 47533 Kleve, Zimmer E.239).

Stellungnahmen können per E-Mail an an neue-regionalplanung@brd.nrw.de oder per Post an Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 32, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf gesandt werden.

Die Frist zur Einspruch-Abgabe endet am Dienstag, 31. März 2015 (Eingang beim Empfänger).

Quelle: RP
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