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Kranenburg
Windpark: Artenschutz ist kein Problem

Kranenburg: Windpark: Artenschutz ist kein Problem
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Kranenburg. Das naturschutzrechtliche Gutachten für die im Reichswald geplante Vorrangzone liegt vor. Von Peter Janssen

Die Probleme werden weniger: Der Projektentwickler Abo Wind hat eine hohe Hürde auf dem Weg zum Bau einer Vorrangzone im Reichswald genommen. Wie Georg von Aretin, Abteilungsleiter Planung bei dem Projektentwickler Abo Wind, unserer Redaktion mitteilte, liegt jetzt das naturschutzrechtliche Gutachten vor. Die Ergebnisse der notwendigen Untersuchungen sind eindeutig: "Es gibt aus Sicht des Naturschutzes keine Probleme, die Anlagen im Wald zu errichten", sagt von Aretin. Und dies, obwohl in dem Gebiet schützenswerte Fledermäuse unterwegs sind. Doch habe man in dem Raum ansonsten sehr wenig windkraft-sensible Tierarten gefunden, so der Abo Wind-Mitarbeiter.

Das Ergebnis der Expertise war in dieser Deutlichkeit sicherlich nicht zu erwarten, gibt es dort doch unter anderem Vorkommen des Großen Abendseglers. Eine Fledermausart, die Anlagenbauern schon größere Sorgen bereitet hat. Doch auch hier hat die artenschutzrechtliche Prüfung ergeben: kein Konflikt.

"Das Tier stellt kein Hindernis dar, die Vorrangzone nicht zu errichten. Die Probleme sind überschaubar", erklärt der Abo-Wind-Mitarbeiter. Doch werden, nachdem die Anlagen stehen, die Fledermäuse noch zwei Jahre beobachtet. Eine Konsequenz daraus kann sein, dass der Windpark zu bestimmten Zeiten abgeschaltet werden muss. Doch sind damit noch nicht alle erforderlichen Untersuchungen abgeschlossen. Ein Gutachten, in der die Situation des Grundwassers untersucht wird, ist in Arbeit. "Wir haben dafür wichtige zahlreiche Daten von den Stadtwerken Goch erhalten", sagt von Aretin. Die Qualität des Wassers wird untersucht, die Tiefe, in der sich die Brunnen befinden oder auch die Fließgeschwindigkeit. Es handele sich dort auch um Trinkwasservorkommen, betont der Projektentwickler die Bedeutung der Expertise. Auch wird bei den Untersuchungen geklärt, wie der Aufbau des Bodens ist. So kann es sein, dass man mit der Gründung für die 200 Meter hohen Anlagen tiefer gehen muss - etwa 3 bis 3,50 Meter. Von Aretin setzt darauf, dass Abo Wind noch in diesem Jahr grünes Licht für die Errichtung des Windparks erhält. Da nur in den Monaten von Oktober bis Februar der Wald für die zwölf Anlagen abgeholzt werden darf, es ist nicht wichtig, die Genehmigung bis Jahresende zu erhalten.

Es gibt aus Sicht von Abo Wind gute Gründe, warum man sich ein Waldgebiet ausgesucht hat, um dort eine Vorrangzone zu bauen. "Die artenschutzrechtlichen Auflagen sind dort einfacher zu erfüllen. Wenn man auf dem freien Feld eine Anlage errichtet, so läuft man Gefahr, mit etlichen sensiblen Vogelarten in Konflikt zu geraten", sagt von Aretin. Denn die Tiere hätten im Offenland ihr Nahrungshabitat.

Quelle: RP
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