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Kranenburg
Windpark - Nabu zieht notfalls vor Gericht

Kranenburg: Windpark - Nabu zieht notfalls vor Gericht
So könnte der geplante Windpark aussehen. FOTO: Eve
Kranenburg. Geschäftsführer Volkhard Wille weist darauf hin, dass noch nicht alle Gutachten vorliegen.

Die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein in Kranenburg hat nun in einer Mitteilung erklärt, dass die Naturschützer in der Diskussion um den geplanten Windpark im Reichswald derzeit noch keine Stellung beziehen will. Vielmehr warte man auf den richtigen Zeitpunkt für eine Äußerung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens.

Der Nabu führt aus, dass man eine verantwortliche Abwägung zwischen Belangen des Klimaschutzes und des Natur- und Landschaftsschutzes treffen wolle, die Zeit brauche. "Wenn wir uns die Option offen halten wollen, das Verfahren notfalls bis zum Ende, also bis vor Gericht zu führen, muss unsere Stellungnahme alle Fakten berücksichtigen und fundiert sein", erklärt Dr. Volkhard Wille, 1. Vorsitzender NABU-Naturschutzstation Niederrhein. Dies sei jetzt aber noch nicht möglich, da noch nicht alle Gutachten vorlägen, so Wille weiter.

Eine Ablehnung zu einem sehr frühen Zeitpunkt sei nur dann geboten, wenn es um ganz offensichtliche Rechtsverstöße, etwa eine Planung in einem Naturschutzgebiet, gehe, betonen die Naturschützer. Dies sei hier allerdings nicht der Fall, so der Nabu. Die Naturschützer erklären, dass erst anhand der verschiedenen Gutachten Fakten ermittelt werden können, die eine Realisierung eines Windparks im Reichswald verböten, entweder wenn der Gutachter entsprechende Artvorkommen fände, oder wenn er grobe Fehler mache.

"Wer unseren Einsatz für die Natur verfolgt, darf sich sicher sein, dass wir dann, wenn es darauf ankommt, nicht abtauchen - trotz des Zielkonfliktes mit dem Klimaschutz", betont der Vorsitzende der Nabu-Naturschutzstation Volkhard Wille.

Quelle: RP
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