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Kleve
"Wir sind eine Wachstumsregion"

Kleve. Mit einer "Elefantenrunde" der Oberbürgermeister und Landräte begann der Tag eins der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München. Die Debatte bildete den Auftakt auf der Bühne des Standorts "Niederrhein". Von Jürgen Loosen

Tag eins der größten europäischen Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München: Auf der Bühne der Standort Niederrhein GmbH, gebildet von den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen, dem Rheinkreis Neuss und den Städten Krefeld und Mönchengladbach, machte die sogenannte "Elefantenrunde" den Auftakt. Die Oberbürgermeister und Landräte der Region, die insgesamt 75 Einzelprojekte im Gepäck mitführten, stellten sich den Fragen von Moderator Axel Tillmanns.

Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Standort Niederrhein kleidete zum Einstieg der Neusser Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Stimmung in wenige Worte: "Wir sind eine Wachstumsregion. Vom demografischen Wandel ist bei uns nichts zu spüren. Im Gegenteil: Wir werden bis zum Jahr 2030 um fünf Prozent wachsen."

Gute Laune auch beim Kreis Klever Landrat Wolfgang Spreen: "Die Kreise Kleve und Wesel profitieren beide von der Hochschule Rhein-Waal, die sich seit dem Meisterstück der Gründung 2009 sensationell entwickelt hat mit 25 Studiengängen zum Bachelor und elf zum Master." 80 Prozent des Unterrichts werde für die Studenten aus 107 Nationen in englischer Sprache gehalten: "Das ist eine ganz besondere Art von Internationalität für die Kreisstadt Kleve, wo sich der Campus zu einem eigenen Stadtteil entwickelt, der viele andere Investitionen nach sich gezogen hat". Auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort habe zu einem immer stärkeren Miteinander geführt: "Die Hochschule ist ein absoluter Wirtschaftsmotor."

Spreen betonte zudem, dass der Kreis Kleve mit einem großen Flächenangebot in die bayrische Metropole gereist sei: "Alleine am Airport in Weeze gibt es 200 Hektar." Auch der Hafen in Emmerich am Rhein habe sich "hervorragend weiterentwickelt". Viel verspricht sich Spreen von der Fortschreibung der Regionalplanung, mit der weitere Gebiete ausgewiesen werden sollen. Sein Fazit: "Wir sind hervorragend aufgestellt."

Wesels Landrat Ansgar Müller knüpfte nahtlos an: "Wir verfügen über eine stark mittelständisch geprägte Wirtschaft, in der viele Firmen als ,hidden champions' bundesweit in Nischen arbeiten." Im Kreis Wesel habe man in den vergangenen fünf Jahren 160 Hektar Gewerbefläche umgesetzt, das Vorjahresergebnis von 52 Hektar werde 2016 noch gesteigert: "Wir sind sehr zufrieden", sagte Müller. Auch er hofft, mit dem neuen Regionalplan Potenziale erschließen zu können, die dringend notwendig seien. Müller verzeichnet ein großes Interesse vom Einzelhandel über die Logistik bis zum produzierenden Gewerbe.

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners aus Mönchengladbach spricht davon, "in Qualität zu wachsen nach unserer Devise vom Masterplan zur wachsenden Stadt". Und der Viersener Landrat Andreas Coenen ist nicht minder optimistisch: "Wir sind der Landkreis zwischen Rhein und Maas und liegen gut zwischen den Ballungsräumen."

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, strahlte mit den Verwaltungsspitzen um die Wette: "Nicht nur die Stimmung in der Region ist gut, sondern auch die Lage." Auch bei den Unternehmen herrsche ein hohes Maß an Zufriedenheit. Zum für heute angekündigten Besuch des Landes-Wirtschaftsministers Garrelt Duin sagte Steinmetz selbstbewußt: "Er kann von uns lernen!"

Seine Premiere auf der Expo Real gab der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer: "Wir arbeiten in der Region sehr eng zusammen", hatte er festgestellt. "Auch bei uns hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt, die Innenstadt ist zu einem großen Einkaufszentrum geworden." Auch in Krefeld feiere man Erfolge bei der Vermarktung von Gewerbeflächen.

Der Neusser Landrat Petrauschke urteilt über seinen Rheinkreis: "Wir sind ein dicht besiedelter Raum mit tollen Nachbarn, zu denen ich auch Düsseldorf und Köln zähle." In den acht Städten und Gemeinden müsse man bei einem vorhergesagten Bevölkerungswachstum von sieben Prozent bis zum Jahr 2040 Flächen für Wohnraum und Gewerbe vorhalten.

Das Schlusswort gehörte IHK-Chef Jürgen Steinmetz: "Wir geben hier ein deutliches Bekenntnis zum Standort Niederrhein ab. Die regionale Zusammenarbeit ist schlicht sehr gut."

Quelle: RP
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