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Kleve-Materborn
"Wo wej sin es Thüss" - in Materborn

Kleve-Materborn: "Wo wej sin es Thüss" - in Materborn
Klein, aber schon oho - die "Sternchen" von Germania Materborn. FOTO: Gottfried Evers
Kleve-Materborn. Starke Sitzung der Germania - buntes und abwechslungsreiches Karnevalsprogramm vor begeisterten Zuschauern in der rappelvollen Mehrzweckhalle. Auch die Klever Stadtführung applaudierte den Akteuren auf der Narrenbühne. Von Stephan Derks

"Nee, wat was dät wärr mooj", dürfte die einhellige Meinung der Besucher der Prunksitzung der Germania in der proppenvollen Mehrzweckhalle gewesen sein, in der die Akteure die karnevalistische Messlatte erneut sehr hoch gelegt hatten. Allesamt schafften es mit Bravour, diese zu überspringen. Davon überzeugte sich unter anderem die Stadtspitze (Bürgermeisterin Sonja Nothing, Stadtkämmerer Willibrord Haas, Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer), die gleich zu Beginn des mehrstündigen Spektakels einem grandiosen Einzug des Elferrats miterlebten. Natürlich fehlten auch nicht die absoluten Germania-Fans Jutta und Theo Brauer.

Die "Rotzblaagen" sorgten für viele Lacher im Saal. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Bei dieser Stimmung brauchte man keinen Eisbrecher. Schon gar nicht, nachdem gemeinsam mit Erwin Dersch und Dieter Litjens das Germanialied angestimmt wurde. Materborn war vertreten in gelb und blau. Mit dem Narrenruf Germania Helau führte Sitzungspräsident Frank Konen durch ein buntes, abwechslungsreiche Programm, dass bereits stark begann. Denn plötzlich stand mit der neunjährigen Hannah Döhmen ein kleines "Sternchen" alleine auf der Bühne, das "kurz was vortragen" wollte. Im feinsten Klever Platt präsentierte das Naturtalent mal "eben" ihren Prolog als ersten Programmpunkt und berührte im Nu die Herzen der Narrenschar. Da würzte Dieter Litjens mit seinem Stimmungslied zum Sitzungsmotto musikalisch kurz nach, bevor die Germania Sternchen das Publikum mit ihrem Gardetanz gefangen nahmen. Wieder einmal war bewiesen, dass die Kleinsten doch ganz groß sein können. Sie fühlten sie sich halt "Thüss", ebenso wie Kleves Prinz Helmut, die sportliche Tollität der Schwanenstadt mit seiner Garde. Leichtes Spiel für Solosängerin Anja van den Boom mit dem Prinzenlied (Melodie Kölsche Jong) den Saal erneut auf links zu ziehen. Klasse!

Ebenso wie die Nachwuchstalente Christina Strähnz und Simon Döhmen (beide elf Jahre) auf der Germaniabühne, die als "Rotzblaagen" witzig frech über Alltagsfragen, von der Kirche bis zur Schule, diskutierten. Für weitere Angriffe auf die Lachmuskeln sorgte Erwin Dersch, als Mann für alle Fälle. Spitze auch die Solotänze der elfjährigen Germania Eigengewächse Nia van Heek und Lana Rütten. Premiere gelungen!

Doch es ging Schlag auf Schlag weiter. So schwelgten die "Jecken Schüsterkes" als Senioren ihren Enkel bei "Puppa" in Erinnerungen, und Petra Dersch, ein weiterer Garant für gute Laune, berichtete von ihrem Ruhestand. Höchste Perfektion, Anmut und Grazie bot der Gardetanz der Germania Flames, bevor er kam: Markus Kock mit seiner unnachahmlichen Late Night Show. Einfach nur brillant, wie er wieder einmal die Klever Geschehnisse auf das närrische Korn nahm. Donnernder, frenetischer Beifall.

Ein weiterer Augenschmaus waren die Germania Lightnings mit ihrem Showtanz als Saloon-Girls. Prädikat: Extraklasse. Mit einer temperamentvollen Show entführten zudem die Läkker Mädjes das Publikum in den Germania Robinson Club. Bei einem Mix aus beliebten kölschen Liedern setzten sie einen tollen Schlusspunkt unter eine stimmungsvolle Prunksitzung. Da dürfte wohl auch im kommenden Jahr die Mehrzweckhalle in das weltberühmte "Gürzenich" verwandelt werden. So ist es eben, wenn Germania das Narrenzepter schwingt.

Quelle: RP
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