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Kranenburg
Zigarette und Benzin sorgen für Inferno

Kranenburg: Zigarette und Benzin sorgen für Inferno
Beweist Einsatzbereitschaft: Die Kranenburger Wehr bei der Jahresabschlussprüfung. FOTO: privat
Kranenburg. 100 Kranenburger Wehrleute demonstrierten bei ihrer Jahresabschlussübung eindrucksvoll ihre Schlagkraft. Von Stephan Derks

Beeindruckt zeigte sich Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr seiner Gemeinde, die im Rahmen der Jahresabschlussübung im Gewerbegebiet Hammereisen einen routinierten Umgang mit Fahrzeugen und Geräten demonstrierten.

Schnell hatten die Einsatzkräfte die umfangreiche Lage in den Griff bekommen. "Seine zustimmenden Worte im Rahmen der Nachbesprechung motivierten alle Anwesenden für die zukünftige ehrenamtliche Arbeit", erklärt Wehrführer Norbert Jansen. Dabei blickte er insbesondere auf die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Einheiten, bei denen Abstimmung der Einsatzkräfte, Nutzung des Einsatzleitwagens, Sicherheit der Einsatzkräfte und der Opfer in den Mittelpunkt rückten. Eingebunden in die Jahresabschlussübung waren die Kräfte aus Kranenburg, Nütterden, Frasselt, Mehr, Wyler, Zyfflich, Niel und der Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes.

Aber welches Szenario hatte sich Brandoberinspektor Frank Dercks für die Übung der Gemeindefeuerwehr ausgedacht? Laut seinem Drehbuch hatte der Fahrer eines Lkw hat an der Laderampe einen Container mit Benzin/Benzol abgeladen, der allerdings Leck schlug. Hiervon unbemerkt, zündete er sich eine Zigarette an. Schnell entzündete sich die Flüssigkeit, die einen Brand auslöste, der sich rasch auch auf das Außen- sowie Palettenlager ausweitete. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Zudem konnten sich durch die rasche Rauchentwicklung in der Halle drei Lagerarbeiter nicht mehr in Sicherheit bringen und wurden vermisst.

Auch versuchte ein Arbeiter mit einem Gabelstapler vor den Flammen zu flüchten. Hierbei rammte er ein Ölfass das auslief, wobei der er unter seinem Stapler eingeklemmt wurde.

Was folgte, war Großalarm für die Feuerwehr der Gemeinde Kranenburg die einige Zeit brauchte, um die gesamte Lage abzuarbeiten. Schließlich wurde nach den nach den gültigen Dienstvorschriften gearbeitet, komplette Schlauchleitungen aufgebaut und eingesetzt sowie die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Kurzum, volles Programm auch für Gemeindebrandinspektor Andreas Thelosen, der die Einsatzleitung zu diesem Szenario übernommen hatte.

Am Ende der Übung dankte Kranenburgs Wehrführer Norbert Jansen allen Teilnehmern, insbesondere auch den Helfern des Malteserhilfsdienstes vom Stadtverband Kleve und der Firma Hüttges Transport Service (HTS) für die Unterstützung. Um die Schlagkraft der Feuerwehr der Gemeinde Kranenburg zu erhöhen, wurden 400.000 Euro für die Neubeschaffung eines HLF in den Haushalt eingestellt.

Quelle: RP
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