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Kleve
Zins in Xanten: Quader und Würfel am Dom

Kleve. In der Unmöglichkeit der Balance festgehalten, leicht und dünn, wie in die Luft gezeichnet, krönt der mattsilbern schimmernd zart umrissene Quader die schwere Betonstele, an der drei teuflische Wasserspeier die Nasen ihrer Fratzen in die Himmelsrichtungen halten. Die Stele vor dem Xantener Dom wird seit Donnerstag von einem "Balancierenden Quader" von Günther Zins gekrönt. Dafür hat der Klever Bildhauer ganz offiziell vom Bistum Münster das Einverständnis. Der Quader zeigt an, dass die Galerie im einstigen Museum im Dreigiebelhaus in Xanten dem Bildhauer eine große Ausstellung widmet. Und damit man den oberhalb der Treppe im Dom-Quartier liegenden Eingang des Museums auch nicht verfehlt, hat Zins gleich über dem Vordach wie mal eben mit leichter Hand noch einen Würfel "gezeichnet", der dort die Perspektiven verwirrt. Sonntag, 7. Mai, 12 Uhr wird die Ausstellung in Xanten eröffnet, es spricht Kurhaus-Direktor Prof. Harald Kunde.

Zins zeigt in Xanten 20 Arbeiten aus geschweißten Edelstahl-Stäben, die eben jene dünnen Linien ergeben, aus denen er seine minimalistischen Skulpturen räumlich und dreidimensional "zeichnet". Daneben stehen Fotoreihen der "Geworfenen Plastiken" mit jeweils 10 Fotos, sowie Fotos "Gigantischer Traumprojekte" und "Bewegte Plastik". Zur Finissage am 25. Juni ist um 12 Uhr ein Konzert: "Es ist eine Improvisation mit meinem Sohn Johannes, elektrische Gitarre, und mir am Saxophon", sagt Zins.

Günther Zins: Offene Räume, Galerie im Dreigiebelhaus, Kapitel 18, Di/Do/Fr 14 bis 17 Uhr, Mi/Sa 9 bis 13 Uhr.

(mgr)
 
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