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Kleve
Zur Not auch in die Türkei

Kleve: Zur Not auch in die Türkei
Nadine Spronk-Jaensch im Reisebüro an der Hagschen Straße. FOTO: van offfern
Kleve. Wer eine Woche vor Beginn der Sommerferien noch keine Reise gebucht hat, kann nicht immer wählerisch sein. Wir haben uns in Klever Reisebüros umgehört, welche Ziele derzeit besonders beliebt sind - und welche nicht. Von Maximilian Krone

In der kommenden Woche heißt es für die Schüler in Kleve: endlich Sommerferien. Und somit zieht es in diesem Jahr auch wieder viele Klever Familien in den Urlaub. Wie in jedem Jahr steht ein Ziel ganz oben auf der Beliebtheitsliste der Schwanenstädter - Spanien. "Wir hatten bereits die ersten Überbuchungen. Besonders auf den Balearen ist fast alles voll", weiß Nadine Spronk-Jaensch vom Reisebüro Jaensch. Aber auch Griechenland sei in diesem Jahr wieder gut gebucht. Weil das Angebot in Spanien nahezu erschöpft ist, weichen viele Urlauber auch in Regionen aus, die vor wenigen Monaten noch über zu wenige Touristen geklagt haben.

"Es kommt sehr darauf an, wie viel man für seinen Urlaub ausgeben will. Daher stehen derzeit auch Ziele wie die Türkei oder Ägypten hoch im Kurs", sagt sie. Wer sich für einen Urlaub in der Türkei interessiere, sollte aber schnell sein, denn auch dort würden die guten Angebote mit den näher rückenden Ferien immer weniger.

Ein ähnliches Bild zeichnet auch Tanja Bergmann vom gleichnamigen Reisebüro. Spanien, Griechenland - die Dauerbrenner seien wieder gefragt. Aber auch Kreuzfahrten wurden häufig gebucht. Vergleichsweise günstige Angebote gibt es, so sagen beide, noch in Nicht-EU-Staaten. "Sobald man sich entschieden hat, sollte sofort gebucht werden. Dann kann noch das ein oder andere Schnäppchen gemacht werden", sagt Bergmann.

Die Klever zieht es aber nicht nur an die Strände des Mittelmeers, sondern auch in entferntere Regionen. USA, Thailand, die Malediven, auch diese Ziele werden häufig nachgefragt. "Da spielt natürlich auch die Kostenfrage eine Rolle", sagt Spronk-Jaensch. Sie stellt in der vergangenen Zeit vermehrt fest, dass besonders die Ziele gefragt sind, die vermeintlich sicher sind. "Wenn in den Medien häufig von Anschlägen in einzelnen Ländern berichtet wird, gehen die Buchungen natürlich deutlich zurück", sagt die Inhaberin des Reisebüros Jaensch.

Viele bleiben daher auch einfach in Deutschland und fahren an die deutschen Küsten oder in die Niederlande. "Da bekommen wir als Reisebüro allerdings nicht so viel von mit, da die Buchungen häufig über das Internet laufen", sagt sie. Genauso verhielte es sich bei Italien-Reisen, die viele mit dem Auto antreten und deswegen nicht extra ins Reisebüro kommen. Der Trend, Reisen vermehrt im Internet zu buchen, ebbe aber ab. "Wir merken schon deutlich, dass die Klever uns wieder häufiger aufsuchen." Während die Kunden sich früher im Reisebüro hätten beraten lassen, um dann doch im Internet zu buchen, kehre sich das nun um. "Viele informieren sich im Internet, kommen dann zu uns und stellen verwundert fest, dass wir zum Teil sogar günstigere Angebote haben", sagt Nadine Spronk-Jaensch.

Einen Grund dieser Entwicklung sieht sie in der unsicheren Sicherheitslage in vielen Urlaubsregionen. "Die Maghrebstaaten, Ägypten oder die Türkei - die Menschen sind verunsichert und wollen daher persönlich beraten werden." Wer sich dennoch für einen dortigen Urlaub entscheidet, lässt diesen Aspekt eher außen vor. "Da kommt es dann ganz auf die persönliche Einstellung an", sagt Tanja Bergmann. In den meisten Fällen sei es aber so, dass die Urlauber dort in ihren Ferienanlagen bleiben, die vielfach bewacht werden und daher sicher sind.

Fazit: Wer nach Spanien will, muss unter Umständen sein Reisebudget aufstocken. Für weniger Geld kommt man in die Türkei.

Quelle: RP
 
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